Einen lieben Gruß :)

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Einen lieben Gruß :)

Beitragvon Caja » Mi 19. Dez 2012, 14:41

Hallo,

da ich z. Zt. wieder durch ein pers. "Tal der Tränen" gehe und mich wieder mal massiv mit mir selbst auseinandersetze, bin ich über das eigentliche Thema Abgrenzung auf "HSP" gestossen. Lt. Test trifft das wohl bei mir zu. Ich dachte mittlerweile eigentl. immer das ich Depressionen habe. Letztlich Zweifel ich aber auch schon wieder an das ich "HSP" bin... :(

Zu mir:
Ich bin 39 Jahre und hatte schon als Jugendliche immer das Gefühl das ich hier ins Universum geworfen wurde, aber irgendwie nicht hierher gehöre. Habe oft soviel nachgedacht, dass ich dann den Wunsch hatte "man soll mir bitte das Gehirn rausnehmen" ;).
Ich konnte in der Schule Ungerechtigkeiten nicht ertragen und hab mich immer für andere eingesetzt, Zuhause wollt ich immer einen Ausgleich schaffen bei Konflikten und hab mich immer und ständig für vieles entschuldigt, selbst wenn ich an irgendetwas garnicht beteiligt war. Seel. Verletzungen, auch von ganz früher, wirken heute noch emotional nach...
In mehreren gescheiterten Beziehungen hab ich eine lange Leidensfähigkeit bewiesen ;) bevor ich dann, meist völlig ausgelaugt diese Beziehungen beendet habe.
Nun bin ich alleinerziehende Mutter einer 9 jährigen Tochter und hab das Gefühl kurz vor einem Nervenzusammenbruch zu stehen.
In Situationen wo andere völlig entspannt sind, geht bei mir dermaßen das Stresslevel hoch das ich einfach nur noch weg will. Hektische Menschen zb. gehen garnicht. Ich empfinde meine Tochter als Ultraanstrengend weil sie einen hohen Mitteilungsdrang hat und gaaaaaaanz viel redet. Sie ist auch dauernd in Bewegung. Viele Mitmenschen schauen mich immer an und sagen, dass sie völlig "normal" ist... Dann springt mein Kopf an und ich werde wieder von andauernden Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt.
Da wo ich wohne habe ich einen guten Kontakt zu sämtlichen Nachbarn, die ständig meine Hilfe in jeglicher Form in Anspruch nehmen (wollen). Das ist so schlimm, dass sie teilweise bei mir nachts ans Fenster klopfen und irgendwas wollen. Letztlich hab ich irgendwann die Jalousien runter gelassen, das Licht ausgemacht, nicht mehr ans Telefon gegangen etc. Was zur Folge hatte, dass wenn man mich dann erwischt hat ich noch mehr belegt wurde. Und dann waren da auch wieder die Schuldgefühle.
Letztlich habe ich nun auch noch Bluthochdruck und mein Arzt sagt, dass ich unter Dauerstress stehe das muss ich ändern. Nun auch meine Überlegung ob das alles zusammenhängt?!
Wenn ich dann mal zur Ruhe komme (zB Fernsehen schauen) dauert das keine 5 Minuten und ich schlafe ein.

Um das hier nicht allzusehr in die Länge zu ziehen werde ich es erstmal dabei belassen. ich würde mich freuen wenn jdm. mir ein Feedback geben könnte, ob HSP evtl. in frage kommen könnte. Ich könnte noch vielmehr schreiben, aber vllt. reicht das vorerst schon :)
LG Caja
Caja
 

Re: Einen lieben Gruß :)

Beitragvon angsthase » Mi 19. Dez 2012, 17:12

Hallo Caja,
da ist es ja ganz gut, daß Du hier sicher viel Gelegenheit haben wirst, Dich und Deine Sorgen mitzuteilen.
Ich bin auch Mutter von 2 Kindern und kann gut verstehen, daß Du Dich nach etwas Ruhe sehnst. Gerade als Alleinerziehende, hast Du ja wahrscheinlich nur eingeschränkte Möglichkeiten dazu.
Ich wünsche Dir, daß Du Dich hier gut aufgehoben fühlst.
Liebe Grüße
Angsthase
angsthase
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Re: Einen lieben Gruß :)

Beitragvon Argus » Mi 19. Dez 2012, 17:30

sm_06
Hallo Caja,
schön, dass Du den Weg hierhergefunden hast. Danke für Deine Offenheit.

Hochsensible Personen (HSP) unterliegen, in ihrer Gruppe, genauso einer breiten Streuung ihrer Fähigkeiten und Befindlichkeit, wie jeder andere (nicht-hochsensible) Mensch auch, sie können, insbesondere in den Ausprägungsgraden, sehr unterschiedlich sein.

Was Du schreibst, deutet (für mich), in der Summe, sehr in Richtung Hochsensibilität (HS), zumal insbesondere der Bereich Grenzen und Abgrenzung, ein zentrales Thema im (ungeübten?) Umgang mit der Veranlagung (in Wirklichkeit eine Gabe icon_winkle ) ist /sein kann.

Solange Du zu keinen anderen Erkenntnissen für Dich kommst, gehe vielleicht erstmal davon aus das Du eine HSP bist, "falsch" machst Du damit nichts, lernst Dich und diese Gabe aber ggf. besser kennen.

Die "Tests", (Forum, Internet allgem.), können ebenfalls deutlich in eine Richtung weisen.
_director_ Achtung!
Ich denke, sie sollten aber im Ergebnis niemals für sich alleine stehen, sondern nur im Einklang mit dem (bisherigen) er-Leben gesehen werden.

Auch wenn der geschilderte Auschnitt aus Deiner momentanen Lebenssituation smitanc (für mich) darauf hindeuten kann, dass Lesen, derzeit, nicht die erste Wahl darstellt, möchte ich Dich bestärken, hier im Forum, zu lesen, vielleicht zunächst mit Schwerpunkt in der Vorstellungsrunde, um sich anfangs nicht zu "verzetteln"?
Vielleicht hast Du das auch schon gemacht, dann bitte ich um Nachsicht, aber bleib dran.


Sich (viel) über Hochsensibilität anzulesen, ist für jeden Menschen möglich, es bleibt meist Information und ist nur in Verbindung mit Akzeptanz, Toleranz und Respekt dienlich. Sie muss erfahrungsgemäß bei nicht-Hochsensiblen immer wieder aufgefrischt werden, so man bereit dazu ist. icon_winkle

Das zu lesen und sich dabei zu erinnern, zu spüren (Gänsehaut, hochgestellte Körperbehaarung, Zittern, Tränen, was auch immer) sich und seine Möglichkeiten (wieder zu-) erkennen, ist dabei den Hochsensiblen vorbehalten. ;-) (Ohne Wertung!)

Gib Dir eine Chance (Zeit?), Dich selbst als HSP (oder eben auch nicht) zu erkennen, erfahrungsgemäß kann das kein anderer.
Meine Erfahrung:
Andere können nur Hinweisgeber sein, nicht-Hochsenble meist durch ihre lebenslange Verständnis-armut (-losigkeit), "erkannte" HSP (auch) durch ihre Schilderungen.

Es kann sehr hilfreich sein, sich (kleine) Ruhe-Inseln im Alltag bewusst einzuplanen, sich dort hinzubegeben, "Ruhe" zu finden. Das weißt Du sicher selbst, aber gestehst Du es Dir zu? Erinnerung: es geht um Dich!

Wenn wir es nicht für uns einplanen, macht es (irgendwann) unser Körper, ich habe da Erfahrungen mit. icon_winkle

Vielleicht ein paar Minuten lang, die eigenen Gedanken wie die Wolken durch ein Dachfenster zu betrachten. Sie ziehen in den Fenster-Ausschnitt hinein und wieder hinaus, nichts kann /soll sie festhalten.

Ich weiß wie "schwer" das sein kann, aber mir hilft es, jeden Tag.

Dir, auch hier im Forum, eine dienliche Zeit

LG

Argus


PS: Dienlich steht jenseits von „gut“ oder „schlecht“, von „angenehm“ oder „unangenehm“.
Argus
 

Re: Einen lieben Gruß :)

Beitragvon Serenity » Do 20. Dez 2012, 15:19

Hallo Caja, willkommen.
Das mit deinem Kind kann ich gut nachvollziehen. Habe zwei (5 + 3 Jahre) und die sind kaum zu bändigen. Ich bin fast ständig im roten Bereich mit meinem Strsslevel.
Fühle Dich sehr verstanden!
Habe aber auch leider keine Lösung wie sich das ändern lässt. Kann Dir nur raten, soviel Zeit wie möglich für Dich rauszuholen und dann Dinge zu tun, die Dich "runterholen". Spazierengehen (ganz hervorragend), meditieren, lesen, was jmmer Dir gut tut.
LG
Serenity
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Re: Einen lieben Gruß :)

Beitragvon Berni » Mo 18. Feb 2013, 18:53

Hallo. Meinche Leute sind überfordert weil sind belastet durch kinder. Ich bin srark aber ich bin einsam und in fremden Land und deswegen sehr schwach.Ich suche nach bischen frundschaft.Vieleicht kann mich versteien.
Gruß.
Berni
 

Re: Einen lieben Gruß :)

Beitragvon streunerin » Mo 18. Feb 2013, 19:13

Liebe Caja,

herzlich willkommen bei uns. _HW_

Bitte bleibe mit Deinen Sorgen nicht alleine und suche Dir auch professionelle Hilfe, es gibt doch bestimmt in Deiner Nähe eine Familienberatungsstelle oder einen Sozialpsychiatrischen Dienst. Ich denke auch an eine Gruppe Alleinerziehender, es tut immer gut sich mit Menschen in einer ähnlichen Situation direkt auszutauschen.

Ich finde es auch prima, dass Du uns gefunden hast.

Sehr liebe Grüße
Streunerin
Der geistigen Menschen höchste Leistung ist immer Freiheit, Freiheit von den Menschen, von den Meinungen, von den Dingen, Freiheit zu sich selbst.

(Stefan Zweig 1881 - 1942)
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Re: Einen lieben Gruß :)

Beitragvon Maggie123 » Mo 18. Feb 2013, 19:23

Liebe Caja,

herzlich willkommen!

smwk

Ein kleiner Tipp von mir, was Nachbarn und Freunde angeht, die einen so mit Beschlag belegen,
dass man selbst kaum mehr zum Atmen kommt, da gibt es ein Zauberwort, das heißt
"Abgrenzung". Man muss das Neinsagen lernen, um sich selbst zu schützen.
Was nützt es, wenn man für andere vor die Hunde geht? Niemandem, nicht dir, den anderen auch
nicht, denn du bist dann nicht mehr in der Lage, den anderen hilfreich zur Seite zu stehen bzw.
die anderen verlieren dich als liebenswerten, hilfsbereiten Menschen.
Wenn du dich schützt, ist allen geholfen.

Und denk daran, du wirst die Welt nicht retten können, wir werden die Welt nicht retten können,
aber ich lebe nach dem Motto von Marie von Ebner-Eschenbach, "wenn jeder einem anderen hilft,
dann ist allen geholfen".

Hier schicke ich dir einen interessanten Link, den ich schon einigen meiner Freunde weitergeleitet
habe, die auch immer wieder kämpfen müssen. Übrigens, ich kämpfe auch, jeden Tag. Ich kämpfe
für Gerechtigkeit, für Mitmenschlichkeit, für Freundlichkeit, ich kämpfe für mich selbst und für andere,
ich kämpfe an gegen Lieblosigkeit und gegen Ignoranz. Ich bekämpfe das Böse in mir selbst - und das Böse
in denen, die mir begegnen.


http://www.youtube.com/watch?v=oNQ6M3tAK64

Und immer wieder gezielt und konsequent Ballast abwerfen, denn:

"Der schreitet rasch voran,
dem es leicht ums Herz ist."
(Japanisches Sprichwort)

Das wünsche ich dir von Herzen!

Liebe Grüße von Maggie _moin_
Pax!
Maggie123
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