Hallo ihr Lieben

Hallo, gut dass du hier bist - wir sind schon neugierig auf dich!

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Hallo ihr Lieben

Beitragvon Jojo » Mi 21. Mär 2012, 23:59

Hallo Ihr Alle,
Gerne stell ich mich kurz vor, denn ich habe das Gefühl ich kenn Euch schon viel besser als Ihr mich.
Als erstes möchte ich aber vor Euch allen den Hut ziehen - wie mutig ist das denn! Hier all die Dinge zu schreiben für die man sich zumindest früher mal für einen Sonderling oder ein Bischen verrückt gehalten hat!!! Meinen größten Rspekt!
Es faszieniert und erschüttert mich zugleich, hier im Forum von all den Euren Erfahrungen zu lesen - wo ich doch dachte nur ich sei so "merkwürdig" (sorry soll natürlich niemanden Abweten!) drauf.
Ziemlich früh habe ich gemerkt dass ich irgendwie anders bin. Nach vielen, Unheil bringenden,Versuchen so zu sein wie die anderen, habe ich gemerkt, dass es mir besser geht wenn ich mich nicht mit anderen vergleiche und nicht versuche jemand anderes zu sein. Welch ein Geschenk, dass ich da draufgekommen bin. Zur Zeit merke ich aber sehr stark wie sehr mich das Gefühl "mich unverstanden zu fühlen" in mir aufgestaut sein muss. Sobald ich mich unverstanden fühle, komme ich derart in Not dass ich völlig überreagiere , mir dann dafür Vorwürfe mache und am Ende im völligen Gefühlschaos ende.
Besonders schwierig ist es für mich, meine und die Gefühle anderer auseinander zu halten. Obwohl es schon ein großer Fortschritt für mich ist, dass ich überhaupt verstanden habe, dass ich oft die Gefühle von anderen fühle und das oft gar nicht meine eigenen sind. Zur Zeit haben diese Gefühle eine so starke Intensität, dass ich sie manchmal kaum aushalten kann. Manchmal wünsch ich mir dann Urlaub aber am besten ohne mich selbst mitzunehmen.
Ich bin sehr froh dass ich im Internet auf HSP aufmerksam wurde! Ganz besonders weil mein Sohn (18) da ganz nach mir kommt und noch voll drinhängt in der Anfangsschleife mit allem drum und dran. Jetzt wo das Kind einen Namen hat kann ich es Ihm irgendwie besser erklären. Seine ADHS Diagnose stell ich, je mehr ich über HSP lese stark in Frage. Wie ich dass seinem Psychater und seinem Pychologen erklären soll ist mir allerdings noch ein Rätzel. Da ist man halt der Meinung das man es eben lernen müsse in größeren Gruppen klarzukommen. Der Arme ist seit einem Jahr in verschiedenen Einrichtungen (natürlich immer mit vielen andern Jugendlichen) um seine Canabis Abhängigkeit loszuwerden. Ein Alptraum für jemanden der seine Uwelt wie ein Schwamm aufsaugt! Für mich ist es schon eine Strafe mit jemandem (außer meinem Partner und meinen Kindern) in einem Zimmer zu schlafen. Gott sei dank bin ich selbstständig und kann alleine Arbeiten, alles andere wäre echt Super anstrengend.
So gerne würde ich meinem Sohn und allen Anderen HSPs die es noch nicht heraus finden durften, berichten wie schön das Leben sein kann wenn man sich die (für sich passende) Niesche in unserer Welt geschaffen hat. Ich glaube Respekt vor sich selbst ist ganz wichtig um diesen passenden "Ort" zu finden.
Ich danke Euch dass ich dabei sein darf!
Jojo
Jojo
 

Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon StefOLybs » Do 22. Mär 2012, 01:57

Hallo Jojo und sm_06 im Club. ;)

"Besonders schwierig ist es für mich, meine und die Gefühle anderer auseinander zu halten."

Wo muss ich unterschreiben? ;)

Genauso geht es mir nämlich auch. Wenn ich die Gefühle anderer fühle, oder eher "aufnehme", dann kann ich nicht unterscheiden, ob es meine eigenen sind oder nicht. Oft merke ich erst nach langer Zeit, hey, das bin ja gar nicht ich. Oder eben nur dann, wenn mein Bauch darauf reagiert. Zur Zeit bin ich da auch in einer besonders starken Phase des Empfangens oder Empfindens.

Ich wünschte, ich könnte unterscheiden, was von wem kommt und was es mir sagen will. LÖL

Was deinen Sohn angeht, so stelle ich mir das sehr schwer vor, vor allem wenn sich Fachleute (um nicht Fachidioten zu sagen) da schon eine Meinung gebildet haben darüber, auf welche Weise sie ihn für "gestört" halten. Ein Fachleut, der "normieren" will, der alle gleich schallten will, die anders sind, ist wirklich ein Fachidiot. Ich hatte mit Ärzten in der Hinsicht bisher Glück - oder Verstand genug, den Iddies unter ihnen auszuweichen.

Ich würde meine Vermutung erklären und sehen, wie die drauf reagieren. Und wenn sie ohne überzeugend zu sein an ihrer Vermutung festhalten, würde ich über einen Wechsel - vielleicht sogar zu einem Spezialisten - nachdenken. Es gibt wirklich gute Psychologen und Psychater, besonders diejenigen, die auch eine medizinische Ausbildung haben (Fachärzte und nicht Diplom-Psychologen).

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute beim Abgrenzen (nicht die Grenze, durch die nix durchkommt; gemeint ist die Grenze zwischen dem eigenen und fremden, das zu erkennen) und mit deinem Sohn,

liebe Grüße,
Stefan
StefOLybs
 

Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon Jojo » Do 22. Mär 2012, 02:39

Hallo Stefan,
danke für das herzliche Willkommen!
Mit den Fachidioten ist es halt so eine Sache...
...irgendwie haben wir ja alle so unser Weltbild durch das wir die Welt betrachten wie durch eine Brille.
Mit der Zeit kenn ich schon so viele solcher Konzepte, dass sie sich mittlerweile aufzulösen beginnen.
Einfach weil es so viele sind und irgendwie scheint mir mitlerweile Eine Weltanschaung so beliebig wie die Andere zu sein. Wenn ich dann völlig durcheinander bin versuche ich einfach nur zu sein. Das tut dann sehr gut -wenns gelingt.
Was die Eigenen und Fremden Gefühle betrifft;
besonders belastend finde ich es wenn es "hässliche" Gefühle sind.
Dann schäme ich mich zudem noch dafür, bin über mich entsetzt oder verzweifelt.
Gibt es da nicht sowas wie ein Erkennungs- oder Unterscheidungsmerkmal?
Liebe Grüße Jojo
Zuletzt geändert von Jojo am Do 22. Mär 2012, 02:53, insgesamt 1-mal geändert.
Jojo
 

Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon Jojo » Do 22. Mär 2012, 02:48

... was uns die Gefühle der Anderen uns sagen wollen... Das ist ja echt ne spannende Frage... Da habe ich echt noch nie drüber nachgedacht! Danke für dir Anregung!
Was denkst Du?
Liebe Grüße ...
Jojo
 

Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon phoenixe » Di 3. Apr 2012, 22:30

Liebe Jojo

… nur ganz spontan, da mich dieses Thema ja auch sehr, sehr beschäftigt:

Auch bei mir wurde es in den letzten Jahren immer schlimmer, wenn ich mich unverstanden gefühlt habe.
Ich versuche seit einiger Zeit nicht mehr anzudeuten, was ich denke und fühle, sondern dem Kind einen Namen zu geben. Es klingt sehr einfach, ist aber eine unglaublich schwere Aufgabe für mich.
Ich, die doch immer mit Hinweisen und Andeutungen und vermutlich für viele Menschen unserer schnelllebigen Zeit unverstandenen Warnungen hantiert und es daher nie begriffen hat, dass meine Signale nicht erkannt wurden. Ich hatte es doch deutlich gesagt! Hatte ich? Oder hatte ich nur wieder die Gefühlsseite – also meine echte Seite – in beliebige Bilder verpackt, die dem Anderen gefallen sollten?
Ich traue mich mittlerweile (fast) jeden Tag wieder etwas mehr, auf mein Tempo zu achten. Und Dinge mit Worten anzusprechen, die ich mich früher nicht getraut hätte zu verwenden: Ich fühle, dass; ich bin unsicher; das mag sein, aber für mich trifft das nicht zu; ich weiß nicht – darüber muss ich noch nachdenken; ich habe ein ungutes Bauchgefühl… usw. usf. Ich habe – egal ob es in der Familie, auf der Arbeit oder auch bei Ärzten war – aufgrund so vieler Erfahrungen vermieden, meine echten Gefühle zu nennen. Ich habe sie selbst in dem verrücktesten fachspezifischen Satz versucht zu transportieren, aber ich habe sie nicht ausgesprochen! Denn mein erlerntes, aufgezwungenes Schema besagte, dass dieses Schwäche sei.

Keine großen Schritte – aber kleine und echte… die individuelle Achtung des eigenen Tempos und das nicht mehr Verdrängen und Zerstören der inneren Stimme.

Zu Deinen Erfahrungen mit Therapeuten und Psycho-Ärzten kann ich nur unterstreichen, was auch Stefan schrieb. Es fühlt sich nicht richtig an, wenn einem wieder nur ein Standardmuster verkauft werden soll – seien die erlernten Motive noch so ehrenhaft.
Ich bin seit sehr kurzer Zeit – nach einem Marathon durch die klassische Medizin – bei einem Heilpraktiker gelandet, der mir von der ersten Minute seine Aura preisgegeben und mich nicht missachtet hat. Ein Therapeut, ein Mensch in einem helfenden Beruf muss immer auch Mensch sein. Und den anderen Menschen Mensch sein lassen oder ihm helfen es aus sich heraus werden zu können. Jeder einzelne Mensch ist die Antwort auf die Frage nach Menschlichkeit…
Ich trage zum Beispiel ausschließlich schwarze, diskrete Kleidung. Ein Zeichen für Ruhe, Abstand und (Be)Deckung. Nach der ersten Sitzung bei o.g. Heilpraktiker habe ich ihm bei der Verabschiedung gesagt, dass ich ein gutes Gefühl habe, da er mir kein rosa Kleid überstülpen will… _yessa_

Es ist wichtig, dass man in manchen Situationen Impulse oder auch tatkräftige Hilfe bekommt. Das stelle ich nicht in Zweifel. Aber ein guter Arzt, Therapeut oder Psychologe ist bereit sein eigens erlerntes Muster nur als Modell zu sehen, das ihm als roter Faden aber nicht als Universalrezept für seine Arbeit dienen kann.
Ich weiß nun so gar nicht, ob Du hier überhaupt so offen schreiben kannst (was ich vollkommen respektiere), aber was glaubst Du ist die Ursache für die Abhängigkeit Deines Sohnes?
Ich hoffe Dich damit nicht zu bedrängen.
Aber ich wünsche Dir viel Kraft Dich auf Dein Gefühl zu verlassen – sei es noch so „hässlich“ und bezogen auf die Ärztewahl selbstsicher zu prüfen…
Erst mal liebe Grüße und ein verspätetes Willkommen (war ja nach Dir hier… freüde )
phoenixe
... also bin ich nischeninhaberin, -verwalterin und mit den jahren -verfechterin geworden...
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon Jojo » Sa 21. Apr 2012, 18:28

Liebe Phoenixe,

ja vielleicht drücke ich mich oft nicht deutlich und klar genug aus. Kann sein!
Warum ist es uns aber überhaupt so schlimm nicht verstanden zu werden?
Es könnte uns doch auch öfter mal einfach egal sein ob uns die Anderen verstehen. So nach dem Motto "na und, versteht er´s (oder sie´s) halt nicht - wo ist der Unterschied?"
Für mich ist da aber ein riesiger Unterschied.
Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich dann oft entweder das Gefühl mein Gegenüber bemüht sich nicht mich zu verstehen (Desinteresse)
oder das Gefühl mein Gegenüber möchte mich nicht verstehen weil es unbequem ist (eigenes Interesse).
Kennst Du das? Hast Du noch andere Gründe gefunden warum es sich für Dich so schlimm anfühlt nicht verstanden zu werden?

Besonders schlimm wird es wenn mir gesagt wird "Deine Wahrnehmung stimmt nicht".
Genau betrachtet ist das doch die totale Entmachtung (im Sinne von Ohnmacht erzeugend):
Die Wahrnehmung ist ja unsere einzige Möglichkeit einen Bezug zwischen uns und unserer Umwelt herzustellen,
unsere Position darin zu finden, und letztlich, an unserer Umwelt teilzunehmen.
Habe ich keinen Bezug zu meiner Umwelt (weil ich mich ja nicht auf meine Wahrnehmung verlassen kann) habe ich keine Position, und bin abgetrennt.
Als Kind hat mich das dann regelmäßig und für lange Zeiträume in einen unangenehmen watteartigen Nebel geschubst.
Da kann ich heute schon viel besser damit umgehen, weil ich mir mittlerweile maximales Vertrauen in meine Wahrnehmung erarbeitet habe.
Manchmal lasse ich mich aber immer noch irritieren.

Gefühle als Schwäche zu definieren!!! Ich frage mich wer sich den Sch*** ausgedacht hat und mit welchem Ziel?
Das nützt doch wirklich nur patriarchalen Strukturen (die sich ja auch nur dann halten können wenn auch die Männer ihre weiblichen Anteile verleugnen)

Ich hoffe es ist für Dich o.K. wenn ich Deine Frage ein andermal beantworte.
Da muss ich auch erst mal darüber nachdenken wie ich das alles in Worte fassen kann und soll.

Jetzt geh ich ein Bisschen spazieren - die Sonne scheint soooo schön - ich hoffe bei Dir auch!

Viele liebe Grüße
Jojo
Jojo
 

Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon Ringelblume100 » Di 10. Mai 2016, 17:17

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ich habe mich hier angemeldet, weil ich in extremer Not bin.
Ich weiß schon lange, dass ich hochsensibel bin.
Wenn mich jemand anruft und mir seine Sorgen erzählt, gehe ich voll auf ihn ein, versuche mich in ihn hineinzuversetzen und ihm irgendwie zu helfen. Ich werde gerne von Zeitgenossen angerufen, die ihren ganzen Frust bei mir abladen, ich versuche ihnen zu helfen, danach legen sie getröstet den Hörer auf.
Nur wenn es mir selber schlecht geht, klappt das überhaupt nichrt.
Ich habe einen Mann und zwei Söhne, mein Mann ist ein Choleriker, der sich in mich absolut nicht hineinversetzen kann, bei meinen Söhnen ist der eine auch einfühlsam , der andere nicht.
Nun zu meinem Problem.
Mein Mann hat sich durch seine " durchregierende " Art , in eine Sackgasse manövriert.
Seine Arbeitskollegen traktieren ihn nun ihrerseits, womit er überhaupt nicht zurechtkommt.
Er kommt total gefrustet nach Hause und lässt genau diesen Frust an mir aus.
Ich komme damit überhaupt nicht zurecht, ich eigne mich nicht als Fußmatte.
Wenn ich versuche, mit meinen Kindern darüber zu reden, stoße ich auf Unverständnis. Der Einfühlsamere versucht mich zu verstehen, lässt sich aber, mangels Lebenserfahrung, von meinem Ehemann manipulieren.
Ich leide so unter diesem mangenden Einfühlungsvermögen.
Ich bemühe mich immer, allen zu helfen, aber mir hilft niemand.
" Geh doch Zum Therapeuten ".
Das ist so fies und trifft mich im Innersten.
ICh weiß, dass ich nicht schwach bin, aber ich zerbreche allmählich an der Uneinfühlsamkeit meiner Umgebung.
Ringelblume100
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Registriert: Di 10. Mai 2016, 16:49

Re: Hallo ihr Lieben

Beitragvon Rauhnacht » Di 10. Mai 2016, 20:09

Hey, du hast den falschen Thread erwischt :) Mach doch ein neues Thema in der Vorstellungsrunde auf oder im "Kummerkasten". Hier wird dein Post vermutlich verlorengehen

http://www.treffpunkt-hochsensibilität.de/11590502nx46300/vorstellungsrunde-f6/

http://www.treffpunkt-hochsensibilität.de/11590502nx46300/hochsensibilitaet-allgemein-f8/--kummerkasten-bitte-usern-hier-schnell-antworten--t63.html

Und natürlich auch ein herzliches Willkommen im Forum! sm_06
Rauhnacht
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