Huhu aus Hamburg

Hallo, gut dass du hier bist - wir sind schon neugierig auf dich!

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Huhu aus Hamburg

Beitragvon Meherpal » So 21. Apr 2013, 21:59

Hey,
ich bin Claudy, 26 Jahre alt und aus Hamburg :).

Ich weiß schon etwas länger, dass ich hochsensibel bin.. habe aber etwas gebraucht mich damit anzufreunden. Ich glaube auch, dass ich irgendwo eine Mischform bin, zumindest kann ich auch sehr extrovertiert sein und mag es überhaupt nicht oft allein zu sein. Das ist auch der Grund, wieso ich mich hier angemeldet habe.
Denn oft werde ich hier wahrscheinlich nicht schreiben, der Bildschirm stresst mich auf Dauer und vor allem lange Texte, wenn ich keine Pause mache )/898u .

Trotzdem würde ich mich aber über ein paar Kontakte aus Hamburg freuen :).

Dazu solltest Du aber vielleicht wissen, (ich muss damit wohl nun mit der Tür durch´s Haus fallen),
dass ich mich in einer Traumatherapie befinde, da ich auch noch leichte "Reste" einer dissoziativen Störung habe. Es ist mir sehr wichtig, dass man dies tolerieren kann. Es klingt eh schlimmer, als es ist..da ich mittlerweile dank der Therapie dann doch recht integriert bin und dennoch in der Lage bin mich über das Leben zu freuen und es zu genießen :).
Außerdem habe ich vor einem Jahr jeglichen Konsum von Alkohol und Drogen eingestellt, dies wäre mir auch wichtig bei einem Kontakt, wenn man sich persönlich mal treffen sollte. Ok, rauchen tue ich noch smuup

Das mag nun vielleicht etwas ungewöhnlich sein, dass ich das alles gleich so raushaue g, aber mir ist es ebenso wichtig Menschen kennen zulernen, die zu sich stehen und einander wirklich kennen lernen wollen, auf ein Schauspieltheater mit reinen Maskenträgern habe ich keine Lust mehr. Ich möchte Dich sehen, wie Du bist und nicht wie man Dich gern hätte.

Ansonsten beschäftige ich mich sehr gerne mit Psychologie, Spiritualität (im Moment nicht so sehr), gehe sehr gerne spazieren, mache Sport, liebe Musik, kochen, lesen, usw. usf.

Also wer mit dem Text was anfangen kann und Lust hat, darf mich gerne anschreiben :) vielleicht ist man ja auf einer Wellenlänge und es ergibt sich eine schöne Freundschaft.

LG
Claudy
Meherpal
 

Re: Huhu aus Hamburg

Beitragvon Baronin » Di 23. Apr 2013, 08:07

Hallo Claudy,
ich erlaube mir mal neugierig zu sein: was ist eine "dissoziativen Störung "?
Liebe Grüße
Baronin
----------------------------------------------------

Erste Hilfe bei negativer Gedankenspirale
Erstmal Durchatmen und dann:
Abprüfen der Situation auf realistische Sichtweise:
1.) Entspricht der Gedanke den Tatsachen?
2.) Hilft mir dieser Gedanke in der Situation weiter? Erleichert mir der Gedanke meine Handlungsfähigkeit?
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Re: Huhu aus Hamburg

Beitragvon Highlanderdererste » Di 23. Apr 2013, 09:33

Hallo Claudy,

ich gruesse dich...ich bin auch neu hier...und ich bin auch aus HH...vielleicht koennen wir uns ja austauschen...ich habe auch schon einen Thread eroeffnet...mit dem Namen "...ich bin der Neue hier...". Alles weitere ergibt sich bestimmt...nur Mut; es kann nur besser werden...
_________________
Gruezi
Highlanderdererste

...denn es kann nur EINEN geben!!!
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Re: Huhu aus Hamburg

Beitragvon Meherpal » Mi 24. Apr 2013, 23:52

Hey Baronin,

Dissoziieren tut eigentlich jeder Mensch, wenn er z.B. lange eine gerade Strecke fährt, einen Film guckt, oder aber auch, was hier sicher einige kennen, völlig reizüberflutet zu sein und irgendwann alles so "wattig" aussieht, man den Rest kaum noch mitbekommt. Es bedeutet eigentlich, dass das Bewusstsein nicht mehr alle zusammengehörigen Informationen miteinander verknüpfen kann.

Bei einer dissoziativen Störung, so wie ich sie habe/hatte, bedeutet es, dass ich letztendlich mehrere Teilpersönlichkeiten habe, die aber nicht in eine Gesamtpersönlichkeit integriert sind. Die früher genannte multiple Persönlichkeitsstörung, dürfte da wohl etwas bekannter sein, ist aber die extremste Form der Spaltung.
So hatte ich es zum Glück nie, ich war immer Co-bewusst und wusste somit, wenn ein anderer Anteil da war, dass das immer noch "ich" bin, nur, dass meine Wahrnehmung, meine Fähigkeiten und mein Erleben anders waren. Sprich, ich habe mich zum Beispiel plötzlich (durch bestimmte Reize ausgelöst) wie eine 6 jährige gefühlt, anders gesprochen und auch andere Bedürfnisse gehabt, wie ein kleines Kind eben und keinen Bezug mehr zur 26 jährigen gehabt. Diese Teilpersönlichkeiten haben auch andere Erinnerungen, als sie mir sonst so im Alltagsbewusstsein zugänglich wären. Das ist letztendlich auch die Funktion des Störungsbildes.
Ähnlich wie hochsensible bestimmt auch öfters durch Überflutung sich selber durch Dissoziation schützen.
Zumindest sehe ich da persönlich einige parallelen :).
Mittlerweile gibt es auch noch einen neuen Begriff dazu, wenn auch noch nicht anerkannt, aber finde das beschreibt es ganz gut:
http://www.dissoziation-forum.de/index.php/esd

Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderem, auch wenn er das Störungsbild nicht hat, sich selber besser zu verstehen. Ich denke das innere Kind ist gerade auch bei hochsensiblen sehr von Bedeutung.

LG
Meherpal
 

Re: Huhu aus Hamburg

Beitragvon Meherpal » Mi 24. Apr 2013, 23:52

Highlanderdererste , habe Dir eine Nachricht geschrieben :)
Meherpal
 

Re: Huhu aus Hamburg

Beitragvon Nordlicht100 » Mi 26. Jun 2013, 07:09

Hey Claudy,

da ich aus der Nähe von Hamburg komme und Deinen Vorstellungstext ganz nett finde melde ich mich einfach mal bei Dir. Du hast von einer dissoziativen Störung geschrieben. Gibt es hier eine Verbindung zur Hochsensibilität - das eine beeinflusst das andere oder so?
Ich habe für mich vor ca. 1 Jahr das erste Mal als HSP erkannt und kann es gut akzeptieren bzw. es hilft mir auf jeden Fall sehr mich besser zu verstehen.
Freue mich auf eine Antwort von Dir. Bis bald und viele Grüße
Nordlicht100
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Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt. (Konfuzius)
Nordlicht100
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Re: Huhu aus Hamburg

Beitragvon Mearah » Mo 1. Jul 2013, 03:04

Herzlich Willkommen :) und schön dass du da bist.
Ich setzte mich mal zu dir, da ich auch Langzeittraumatisiert bin. Gänzlich weg gehen bestimmte "Macken" nicht aber es wird mit der Zeit wirklich besser um so länger man daran arbeitet und Rückfälle werden seltener.

Bevor ich von HSP hörte dachte ich die ganze Zeit, dass mein Anderssein eben auf meine Posttraumatische Belastungsstörung zurück zu führen ist. Zum Beispiel dachte ich, dass ich so extrem viel wahrnehme mit allen Sinnen und so extrem Schreckhaft bin, weil ich eben ständig in Alarmbereitschaft bin. Dass ich aus "Vorsicht" beinahe jede Veränderung des Gemütes, der Gedanken spüren kann, jedes Minigeräusch höre, jede Veränderung der Luft, der Situation (um abzuschätzen was passiert). Bei Lamgszeittraumatisierten, besonders wenn die Traumata in der Kindheit stattgefunden haben, verändert sich das vegetative Nervensystem tatsächlich in Richtung "sensibler".

Als mir dann ein Buch über Hsp in die Hände fiel war es zunächst eine Erleuchtung im nächsten Augenblick war meine Frage: hm, kommt das Hsp durch das Trauma? Ich habe längere Zeit darüber nachgeforscht. Auch in dem Buch stand etwas dazu: Hsp ist angeboren und die erhöhte Wahrnehmung kommt nicht durch die Sinnesorgane oder die Reizweiterleitung zu stande, sondern durch eine andere Verarbeitung im Gehirn. Man kann dazu sogar verschieden Messungen machen die den Unterschied zeigen.

Durch das veränderte Nervensystem bei Langzeittraumata wird hingegen die Reizweiterleitung forciert, so dass die Signale schneller und dringlicher im Gehirn ankommen (also ein kleiner Schreck oder eine kleine Ungereimtheit die man als bedrohlich empfindet wird weitergeleitet als wenn man mit der Hand voll auf die heiße Herdplatte packt, mit eventuell eben solchen, auch körperlichen Schmerzen aber ohne tatsächliche Äußere Einwirkung). Das Fazit daraus war, dass Hsp nicht durch Traumata erzeugt wird, es jedoch, wenn es schon vorhanden ist verstärken kann (da intensivere Weiterleitung + intensivere Verarbeitung). Das klang für mich sehr plausibel.

Klarer wurde mir die ganze Sache jedoch an einem anderen Umstand. Und zwar nicht an den Schwierigkeiten die man durch Hsp vielleicht hat, sondern an den vielen Fähikeiten und auch Vorteilen die das mitsich bringt. Ich habe gedanklich noch mal alles aufgerollt und festgestellt, wie sehr genau diese Fähigkeiten und Vorteile dazu beigetragen haben, dass ich heute all das so durchgestanden und auch überlebt habe. Die erhöhte Sensibilität beim Trauma hingegen äußert sich ja ehr in Form der Trigger auf die man dann in sehr besonderer Weise anspricht und die einen dann für eine Zeit außer Gefecht und außer Wohlbefinden setzen. Die dann, wenn man tatsächlich im "normalen" Alltag (naja für einen selbst wenigsten halbwegs gefühlten) , sich durchweg als Handycap heraus stellen, denn die spezielle Reizweiterleitung bei PTBS ist für den Überlebenskampf im Menschen angelegt (sei dass nun Flucht oder Angriff). Sie ist für den Alltag hingegen total überdimensioniert und beeinträchtigend. Und sie verbrät eine Menge zusätzlicher Energie, die durch das Hsp ja auch schon mehr beansprucht wird als normal. Die Folge der Kombination ist dann zum Beispiel, wenn ich wirklich auf einen Trigger anspreche, dann dauert es nicht nur länger bis ich mich wieder beruhigt habe, sondern ich muss danach tagelang schlafen und fühle mich als wäre ich 100 Jahre alt.

Würde mich freuen, von deinen Erfahrungen zu hören, vielleicht gibt es hier noch mehr von uns.
Lieber Gruß
Mearah
Mearah
 



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