Ich bin ein bisschen aufgeregt...

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Ich bin ein bisschen aufgeregt...

Beitragvon Javalia » Mi 8. Jan 2020, 09:47

...aber wage mich jetzt trotzdem mich vorzustellen. :)
Tatsächlich habe ich mich erstmal eine Weile reingelesen, um nichts falsch zu machen. Oder falsch rüberzukommen und missverstanden zu werden.
Und ehrlich gesagt weiß ich jetzt auch gar nicht so recht, wo ich anfangen soll.

Ich hangel mich also vorerst an Fakten und hoffe, dass der Schreibfluss - hoffentlich nicht zu verwirrend - irgendwann von selbst kommt: Ich bin Anfang 30, seit 14 Jahren in einer Beziehung (schon zu Schulzeiten zusammen gekommen) und seit drei Jahren verheiratet. Wir leben in einem Dorf in Schleswig-Holstein. Habe einen Uniabschluss in Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte und Klassischer Archäologie, verdiene mein Geld aber seit Studienende mit Illustrationen.

Dummerweise hatte ich schon immer sehr viele körperliche Zipperlein (mein Körper reagiert auf alles mögliche, wahrscheinlich ist da auch was Psychosomatisches drunter, würde mich nicht wundern) und seit gut 15 Jahren drei diagnostizierte, chronische Krankheiten (Hashimoto Thyreoiditis, Vestibular Adenitis und Asthma - Letzteres aber zum Glück nur leicht, ich kann es eigentlich weitgehend ignorieren.).
Seit 2009 ernähre ich mich weitestgehend vegan (es gibt ab und zu vegetarische Ausnahmen - wenn Oma mir einen Kuchen backt z.B. würde ich niemals sagen: "Ess ich nicht!". Ich habe anfangs versucht es ihr zu erklären, aber ich will sie da auch nicht mit verwirren.), nachdem mich mein jetziger Mann beim Steakklopfen in der Küche heulend aufgetrieben hat (dass es von einer 'glücklichen' Kuh war, gab mir irgendwie trotzdem langfristig kein besseres Gefühl, ich wollte ihm aber auch nicht auf die Füße treten, also hab ich es vorher nur angedeutet, nie angesprochen) und wir gemeinsam entschieden haben, dass wir versuchen, diesen Weg einzuschlagen. Fleisch gibt es bei uns seit dem auf jeden Fall nicht mehr.
Hobbymäßig koche ich gerne, nähe viel, zeichne (natürlich, alleine schon jobbedingt), bin auch im kleinen Stil als Autorin unterwegs (für Fantasy-Spiele) und mein größtes Hobby sind das Fantasy-Rollenspiel (quasi im Herr der Ringe-Stil) und die Schauspielerei. Und ich liebe meinen Kräutergarten und Spaziergänge! :)

Was kann ich noch über mich berichten... Ich habe diverse Vorstellungen von euch gelesen und es ist heftig, wie häufig man sich wiederfindet. Natürlich gibt es Unterschiede und verschiedene Ausprägungen, aber im Großen und Ganzen fühlt man sich jetzt schon in einer Runde, die in der Lage sein kann, nachzufühlen.
Ich war schon als Baby leicht seltsam, erzählen meine Eltern. Es war unmöglich mit enge Hosen oder Mützen aufzuziehen - ansonsten war ich aber wohl recht lieb und hab wenig geweint, immerhin. :D
Heute schmerzen mir beispielsweise die Nähte von Jeans an den Beinen immernoch. Meine Haut ist super empfindlich. Ich kann nicht einmal Unterwäsche tragen. Und von zu engem BH wird mir der Rumpf taub.... _%_

Ich war dann auch ein ziemlich merkwürdiges Kind. Extrem schüchtern, wenige - dafür enge - Freunde.
Wenn ich einen Alptraum hatte, hab ich Zitteranfälle bekommen. Hyperventilationssyndrom hieß es sehr viel später im Krankenhaus.
Als ich acht Jahre alt war, bin ich fast an einer Lungenentzündung gestorben - ich war gegen die Medikamente allergisch. Im Laufe der Jugend wurden es immer mehr Allergien und auch partielle Neurodermitis. Irgendwann war ich quasi gegen alles allergisch (Frühblüher, Spätblüher, Tierhaare, diverse Medikamente, Nüsse, Staub,... - aber!! Meine Allergien gingen im Erwachsenenalter zurück und die Neurodermitis schon in der Pubertät! :) Jetzt ist es nur noch die Hausstaubmilbe!).
Im Bus musste man häufig mit mir aussteigen und auch im Auto. Ich musste mich dann übergeben. Heute ist es besser - Rückwärtsfahren und im Auto hinten sitzen geht trotzdem nicht, aber das Fahren generell ist ok. 'Motion Sickness' heißt die Angelegenheit wohl und ja, ich werde auch stark seekrank. freüde Ich frage mich, ob andere von euch das auch haben?

Alleine einschlafen konnte ich als Kind nie. Nicht, dass meine Mutter und ich es nicht versucht hätten - ich wollte es ja können! allein meiner Mutter zur Liebe - aber kaum war ich alleine, war ich hellwach und hab auf jedes noch so kleinste Geräusch reagiert... Heute kann ich zwar alleine einschlafen, aber ich bin noch immer sehr, sehr geräuschempfindlich (deshalb höre ich sogar wenig Musik, obwohl ich sie eigentlich mag, sie stresst mich einfach schnell, bis hin zu Kopfschmerzen.) und auch die schreckhafteste Person, die ich selbst kenne. :D Im Ernst, ich kriege schon einen Schockmoment und Adrenalinausstoß wenn das Handy klingelt (nicht, dass ich rangehen würde.. Telefonieren ist mir unangenehm...).
Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich mich schon immer gefühlt habe, als würde etwas mit mir nicht stimmen. Ich habe meine Seltsamkeiten als Bürde und Krankheit betrachtet. Und meine Mutter tickt sehr ähnlich wie ich (und war deshalb in meiner Kindheit oft in der Psychiatrie, da sie kein Verständnis von der Familie bekam und sich aus ihrer Sensibilität eine Depression entwickelte...). Ich habe immer versucht 'normaler' zu wirken als ich bin, allein wegen dem, was meiner Mutter passiert ist.
Den Verweis auf den Umstand, dass ich möglicherweise eine HSP bin, habe ich von meinem Endokrinologen bekommen (er nannte es auch 'neuronal empfänglich'). Das ist gerade einmal ~8 Monate her.
Seit dem haben mein Mann und ich geforscht und zwei Bücher darüber gelesen. Er hat mir viel vorgelesen (unter uns: Ohne diesen Super-Mann den ich da schon so lange an meiner Seite haben darf, wäre ich wohl schon durchgedreht...) und ich musste viel weinen - erleichtert weinen.
Also: Falls jemand bis hier hin gelesen hat - ich freue mich darauf, mich durch das Forum zu wühlen und eure Erfahrungen, Gefühle, Hilfestellungen und Besonderheiten zu lesen.

Liebe Grüße - Javalia
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Re: Ich bin ein bisschen aufgeregt...

Beitragvon Träumerle » Mi 8. Jan 2020, 17:34

Hallo Javalia,

danke für deine umfassende Vorstellung und dir ein herzliches Willkommen im Forum. iwikx

Da hat man ja gleich einen klaren Eindruck von dir. Ein wenig - natürlich im Guten - sonderbar darf hier übrigens jeder sein. Denn sobald man in dieses Forum kommt, fühlt man sich nicht mehr so. Man fühlt sich verstanden und zugehörig. Das wünsche ich dir auch, und du schreibst ja selbst, dass du dich sehr auf die Texte von uns anderen freust - das Gefühl ist sehr gut nachvollziehbar. :-)
Du hattest ja noch eine Frage an die Allgemeinheit gerichtet, ob noch jemand Auto- und Busfahrten schlecht verträgt. Ich kann nur für mich sprechen, aber bei mir kommt es im Gegensatz zu dir nicht auf die Sitzposition, sondern auf die äußeren Umstände an. Im normalen Alltag habe ich damit keine Probleme, aber was ich absolut nicht abkann ist das Fahren bei hohen Temperaturen oder auch in Serpentinen - da ist's mir in der Vergangenheit schon einige Male grün im Gesicht geworden. _%_ Seekrankheit - da bin ich inzwischen sogar ein wenig abgehärtet, aber klar, bei einem starken Wellengang würde es mich auch beeinträchtigen.

Die Zeichenbegrenzung hier ist nun mal so festgelegt (und ich reibe mich als Vielschreiber auch zu oft daran _läch_ ), aber notfalls, wenn man nichts aus dem Text weglassen möchte, kann man ihn auch einfach aufteilen und zwei (oder mehr) Beiträge daraus machen. Es geht also alles. :-)

Liebe Grüße,
Träumerle
Ich weiß, ich bin ein HSP,
da ich die Welt ganz anders seh'.
Ich tue dies auf meine Weise,
nämlich ruhig und auch sehr leise.

Für mich ist's eine große Gabe,
wenn ich's auch nicht immer leicht habe.
Drum nehmt euch's nicht zu Herzen,
Ewig sind nicht mal die schlimmsten Schmerzen.

~Träumerle :-)
_____________
(Ich bin männlich...)
Träumerle
u.n.e.n.t.b.e.h.r.l.i.c.h.
 
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Re: Ich bin ein bisschen aufgeregt...

Beitragvon Rotgold » So 12. Jan 2020, 12:23

Sei willkommen hier, Javalla! :-)
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Re: Ich bin ein bisschen aufgeregt...

Beitragvon songbird86 » So 12. Jan 2020, 13:19

Hallo Javalia,

danke für die ausführliche Vorstellung und ein herzliches Willkommen. ^-^

Ich weiß nicht, ob ich wirklich Motion Sickness habe, aber früher als Kind habe ich im Auto gemalt und dabei logischerweise nach unten geguckt. Meinem älteren Bruder wurde dabei schlecht. Als ich dann auch in etwa in seinem Alter war, habe ich auch gemerkt, dass mir schlecht wird. Da es aber kaum noch vorkommt, dass ich irgendwo Beifahrer bin UND dabei auch noch länger nach unten gucke, kann ich das heute gar nicht beurteilen, ob ich das noch habe. Das "Rückwärtsfahren" in Bussen oder Zügen hat mich nicht gestört.

Liebe Grüße von einem Auch-Schleswig-Holsteiner. _cre_
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