Leben

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Beitragvon nicki82 » Do 3. Mai 2018, 14:04

Ich bin noch nicht lange hier im Forum und eher stiller Mitleser. Aber ich glaube es ist an der Zeit für mich, hier mal mich unter Gleichgesinnte zu mischen und mir Unterstützung zu holen. Dafür muss ich mal hier texten und ein bischen was über mich und meine aktuelle Lebenssituation erzählen.
Okay, ich bin Dauersingle, 35 und seit Februar Arbeitslos , eigentlich Erzieherin von Beruf. Ich habe vor etwa 2 Jahren die Diagnose ADS erhalten, da habe ich mich auch voll drin wiedergefunden. Davor hatte ich verschiedenste Diagnosen von diversen Therapeuten unter anderem soziale Phobie, unsichere Persönlichkeit, usw. Nirgends habe ich mich wieder gefunden, trotz der Diagnosen von angeblichen fachleuten. Bei der ADS Diagnose finde ich mich, aber ich finde mich hauptsächlich in dem hochsensiblen wieder. Da bin ich, wie ich bin. Ich bin ruhiger, bin gerne unter Menschen aber brauche auch mal tage nur für mich, ich bin gerne draußen in der Natur und liebe Tiere. Ich lese gerne, träume gerne und schreibe für mich und zeichne. Ich beschäftige mich gerne kreativ und vergesse da auch gerne mal die Zeit. Nun bin ich Erzieherin von Beruf, eher aus einer Notsituation heraus. Ich habe verschiedene Ausbildungen abgebrochen als Kinderkrankenschwester und Buchhändlerin, es war einfach nicht das wichtige für mich. Erzieherin ging wegen Schule und Praxis im wechsel ganz gut, aber es ist nicht mein Traumberuf und ich möchte ihn nicht mein Leben lang ausüben, allerdings habe ich auch keine Alternative. Ich weiss einfach nicht , was ich machen möchte obwohl ich schon sei ich 20 bin überlege. Nun ich würde gerne vom Bücher schreiben leben, aber das ist eher unrealistisch.
Ich lebe bei meinen Eltern, habe den Absprung nie geschafft und hänge sehr an meinen Eltern, sie sind quasi meine Freunde. Ich unternehme viel mit meiner Mutter, sie ist meine vertraute und in ihrer Gegenwart fühle ich mich wohl, kann ich sein, wie ich bin, wie ich fühle. Ich besuche mit ihr Konzerte und unternehmen viel zusammen. Ich war auch schon weg von zu Hause, aber immer unter Tränen und habe mich immer einsam und alleine, fast schon hilflos gefühlt. Nun habe ich Angst auszuziehen und schiebe es immer vor mir her aus Angst vor dem alleinesein und dem gefühl mein zu Hause verlassen zu müssen. Ich wünsche mir so sehr einen Partner , ich hatte noch nie einen und möchte Kinder haben. Immer wieder mal treffe ich mich mit Männern, aus diversen Singleseiten, manche waren nett, aber ich konnte mich nie darauf einlassen, es fühlte sich immer so komisch an, neu, unvertraut und seltsam, kann es nicht richtig beschreiben. Nun stehe ich irgendwie seit Jahren am selben Punkt, ich möchte vorwärtskommen und schaffe es nicht. Ich weiss, ihr könnt mir da nicht helfen, aber villeicht finde ich hier gleichgesinnte, die mich verstehen und die mir vielleicht einen Tip geben können. Ich wünsche mir ein Leben mit Partner, Kinder und einem Job, der mir gefällt. Danke fürs lesen
nicki82
 

Re: Leben

Beitragvon FreieSeele » Do 3. Mai 2018, 20:44

Hallo Nicki,

das finde ich gut das Du etwas über Dich geschrieben hast. Wir haben hier doch alle fast die gleiche Geschichte zu erzählen.

Aus einer Singlebörse jemanden richtigen kennen zulernen ist schon recht schwer für uns Hochsensiblen. Diese Oberflächlichkeit mit der da hie und da umgegangen wird können und wollen wir nicht verstehen. Wir sind dann ja auch gleich irretiert. Geht mir genauso jetzt in einem Großraumbüro. Ein Glück arbeite ich da nur halbtags. Erzieherin? Eigentlich der gemachte Beruf für Dich. Aber warum hat man uns bei der Erziehung nicht geholfen?

Liebe Grüße
Ingo
FreieSeele
 

Re: Leben

Beitragvon Natty » Sa 5. Mai 2018, 10:53

Hallo nicki82,

zu "Erzieherin ist nicht mein Traumberuf":
Ich habe mal in einem psychologischen Artikel gelesen: "Arbeit muß nicht Spaß machen!". Ich denke, man sollte hier in Deutschland einfach den Job als Mittel zum Geldverdienen ansehen und erst mal nur den Anspruch haben, daß dieser Job ganz gut erträglich ist. Und dann kann man sich in zweiter Linie immer wieder umgucken, ob man doch noch einen Job findet, der einem rundum Spaß macht. Ich glaube es sind nicht gar soo viele Menschen denen ihr Job rundum Spaß macht. Jedenfalls kenne ich nicht besonders viele bei denen das so ist. Ich kenne viel mehr Leute, die mehr oder weniger unter ihrem Job leiden. Auch wenn der Kern ihrer Aufgabe ihnen eigentlich viel Spaß macht.

Für mich war das etwas Trost, das mit dem "Arbeit muß nicht Spaß machen!". Es muß nicht spaß machen, weil es bei uns einfach schwierig ist, den rundum passenden Job zu finden. Uns gehts ja noch gut heutzutage, im Gegensatz zu vorherigen Jahrhunderten. Da war das ja richtig elend mit dem Job! Selbst als Prinzessin geboren zu werden war sehr oft nicht lustig (zwar viel Luxus, aber Zwangsehe, großen Haushalt vorstehen, nie allein sein...)

Liebe Grüße
Natty
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