Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

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Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Mulder » Di 13. Jan 2015, 00:22

Hallo Leute,

Ich bin hier neu im Forum und habe mittlerweile gefühlt unendlich oft versucht, meine Situation in Textform zu fassen.
Nur habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft (nicht einmal die Zusammenfassung), es so zu formulieren, dass es für andere verständlich ist, bzw. es ein "geschlossendes Bild" ergibt.

Es geht darum, dass ich nur in Strukturen denken.
Und dass sich diese Strukturen nur auf "unbewusster" Ebene abspielen und völlig ohne bewusstes Denken, oder Worte auskommen, bzw. ich auch eigentlich nie "bewusst" mit Gedanken, oder Worten denke, nur "unbewusst", und halt in diesen "Strukturen"
Anders kann ich das in Kurzform nicht formulieren.


Zu meiner eigentlichen Fragen:
Gibt es hier die Möglichkeit, mit Leuten TELEFONISCH in Kontakt zu treten?
Bzw. mit jemanden, für den Strukturen/Logik im Leben auch eine sehr große Rolle spielen?
Das würde die Kommunikation für mich deutlich einfacher machen.

Wenn das nicht Möglich ist, versuch ich es nochmal in Textform und lasse mir einfach ein paar Tage Zeit damit.


Vielen Dank schonmal für Antworten.

PS: Ich bin 21 Jahre alt.
Mulder
 

Re: Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Elfenmädchen » Di 13. Jan 2015, 01:13

Hallo Mulder und herzlich Willkommen! _Mij_

ich tu mir grad schwer damit Dir zu folgen, ich erahne was Du meinst aber kann es mir grad nicht vorstellen was Du konkret ansprichst oder auf was Du es beziehst zB. am praktischen Beispiel..
Vielleicht kannst Du ja die Tage versuchen es nochmal genauer zu formulieren, ist ja keine Eile! icon_winkle
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Re: Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Mimi1966 » Di 13. Jan 2015, 09:28

Hallo Mulder,

auch von mir ein herzliches Hallo. _Mij_

Mir ergeht es bei deinem Text ähnlich wie Elfenmädchen. Für mich sind Strukturen auch sehr wichtig und man kann natürlich nicht alles in Worte fassen. Gerade wenn es um die eigenen Besonderheiten geht, denn die erlebt man ja direkt und nicht verbal. Das dürfte für jeden erst mal etwas schwierig sein, dies in Worte zu "übersetzen".

Ansonsten denke ich auch zu sehr strukturiert, sogar meistens bildhaft und man könnte fast sagen, die Welt ist ein großes Puzle für mich, das ich so nach und nach bearbeite.
Trifft das deine Erfahrungen mit den Strukturen ?

Vielleicht hilft es auch, wenn du nicht nur die Struktur von etwas siehst, sondern auch deren Geschichte, z.B. deine Geschichte, oder geht die völlig in Strukturen unter ?

Viele Grüße
Michael
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Re: Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Mulder » Di 13. Jan 2015, 18:34

Erstmal tuts mir leid, dass ich ein wenig "wirr" geschrieben habe.
Es war spät und ich war ein wenig genervt, dass ich es nicht formulieren konnte, und als ich es hatte, schmierte mein Browser ab OIO OIO.

Ich beschränke es mal auf nur ein Aspekt ;).

Folgendes:
Ich lese zum Beispiel ein Buch über Philosophie.
Dann taucht ein Satz auf, der eine komplett neue Sichtweise beschreibt, die ich vorher noch nie hatte.
Dann merke ich, wie in meinem Kopf sich "Puzzleteile" hin und her verschieben.
Ich weiß nicht was da passiert, aber es verschiebt sich viel. Nur halt völlig unbewusst.
Nach ca.5 Minuten legt es sich und ich hab das Gefühl (in der Zeit starre ich einfach nur eine Wand an und habe dabei nichts im Kopf, keine Wörter, keine Sätze, nichts.), dass mein vorheriges "Gedankennetzwerk" sich so verschoben/angepasst hat, um die neue Sichtweise aufzunehmen und um wieder ein harmonisches "Feld" zu ergeben (bzw. neue Verbindungen entstanden sind um es einzufügen).
Dann versuch ich zu überlegen, was das jetzt konkret für meine "Sichtweisen", bzw. mein "Gedankennetzwerk" bedeutet. Was sich genau geändert hat.
Ich starre dann wieder die Wand an und merke, dass wieder was hin und her geschoben wird, aber diesmal entseht eine Art Bild, oder so etwas wie ein "Ablaufplan".
Es sind keine Bilder mit Bäumen, Autos usw. es sind eher Verschiedene Punkte, die auf verschiedene Weise miteinander verbunden sind. Wichtig dabei sind für mich die Verbindungen. (Pfeile, Wechselwirkungen usw.)
Das versuch ich dann aufzuzeichnen.
Auch da, hab ich keine Ahnung wie es ensteht, ich starre ja dabei nur eine Wand an und habe nichts bewusst im Kopf.
Dann versuch ich dieses Bild, was nach 10 min. ca. fertig ist, zu verstehen.
Und dann in Schriftform festzuhalten, was auch einige Minuten dauert und ich in der Zeit auch nur das Blatt anstarre, und warte, bis ich automatisch, wieder ohne bewusst zu denken, es aufschreibe.
Sprich, vom hören der neuen Sichtweise, bis zum schriftlichen aufschreiben habe ich nichts im Kopf.
Es passiert alles unbewusst.

Problem ist, dass ich das Gefühl habe, wenn ich denke, nur ein Netzwerk von Punkten und Verbindungen anzustarren (also unbewusst), ich "weiß" nur, dass es so ist.
Und wenn ich ich irgendentwas sehe/höre erlebe, merke ich nur, was in diesem "Netzwerk" passiert.
Es betrifft mich selbst nicht so wirklich.
Oder ich hab ein Problem. Ich machte nichts als einfach nur zu warten, bis ich meine Antwort bekomme.
Und das Gefühl von warten habe ich immer.
Mich interessieren nur wirklich Sachen, die etwas in diesem Netzwerk ändern.
Sprich, wenn einmal irgendetwas darin "Verstanden"/"Gespeichert"/"Punkte mit ensprechenden Verbindungen" worden ist, kann interessiert es mich nicht mehr wirklich, wenn es nochmal passiert.
Ich bin immer unbewusst auf der Suche nach neuem.
Das ganze ist völlig Gefühlslos.
Es betrifft ja nicht mich. Nur halt dieses riesen große Bild/"Netzwerk".
Das is mal die vereinfachte Version des Ganzen, und hoffentlich eine verständliche.
Das ganze passiert 24h lang. Außer Emotionen nehmen die überhand.
Ansonst fühlt es sich immer ein wenig-sehr anstrengend an, immer auf dieses "Netzwerk" zu gucken, und zu warten, bis etwas passiert, was sich ändert.
Das verstehen dieser Änderungen gibt mir auf der anderen Seite aber auch ein befriedigendes gefühl.
Nicht weil wieder Ordnung herrscht, sondern weil nach all dem Warten endlich "mal wieder was passiert",
wo ich überhaupt mal denken muss. Sei es nur unbewusst.
Alles andere bekannte was passiert, läuft einfach den bereits exestierenden Verbindungen entlang und es fühlt sich an, als ob mal Getreide zum 1000. mal durchs Mahlwerk laufen lässt.
Das Mahlwerk am laufen halten kostet Energie, nur hat man selten ein Nutzen daraus(wenn nichst "neues" kommt)

Außerdem hab ich das Gefühl, dass ich nie alles aufeinmal sehe, sondern dass ich mich immer in bestimme bereiche bewege.
Sprich, "da" passiert etwas neues (durch neue Gedanken, neue Erfahrungen) und wie auf ner Landkarte geht mein "Unterbewusstsein" an diese Stelle und guckt was da passiert.
Das heißt auch, dass das, was "jetzt" Sinn macht, bzw. ich unbewusst das Gefühl habe, dass es Sinn machtt , dass das wenn ich dann "woanders" auf der "Karte" bin, oft keinen Sinn mehr macht.
Da ich mit den Sachen davor, mit den Verbindungen (woraus ich meine "Logik" beziehe, was ich für sinnvoll halte, und was nicht) usw. kein "Kontakt" mehr habe.
Sprich, die Gründe für mein Handeln, sind nicht mehr begründbar (unbewusst).
Das ganze macht den Alltag völlig unstrukturiert.
Eine bewusste Sichtweise, hält selten länger als ein paar Stunden.
Spätestens nach dem Schlafen, "lande" ich irgendwo völlig anderes (ich würd es einen "neutralen" "Ort" nennen).

Das heißt:
Ich denke eigentlich NUR unbewusst.
Ich habe eigentlich NIE bewusst irgendetwas in meinem Kopf, an Wörten, Sätzen, oder Gedankengänge, die ich bewusst wahrnehme.
Ich muss alles erst einige Male "übersetzen", in verschiedenen Phasen (3-4).
Ich handel danach, was dort unbewusst passiert/ensteht, aber in Worte fassen kann ich es nur, wenn ich es "übersetze".

Auf der anderen Seite, kann ich das Denken und die Mechanismen die unbewusst in Menschen ablaufen, sehr gut erkennen.
Weil alles was sie sagen, fügt immer mehr zum "Bild" hinzu, das unbewusst ensteht.
Gut, das hat auch wieder Nachteile, aber die gibt es immer.
Ich würde also schon sagen, dass ich ein sehr gutes Menschenbild/Versändnis habe (Menschenbild im wahrsten Sinne des Wortes).
Und dadurch Menschen auch helfen kann zu verstehen, was unbewusst in Ihnen vorsich geht.


Das mal als kurze Kurzfassung.


Positiv:
Gute Menschenkenntnisse.
Wenn einamal verstanden, dann immer verstanden.
Komplexe, in Strukturen darstellbare Dinge kann ich leicht verstehen und damit spielen/arbeiten. (außer bei abstrakten Dingen).

Negativ:
Es kostet viel Energie.
Und für mich das schlimmste: Planung ist für mich momentan unmöglich, bzw. nur mit immenser Anstrengung, die Kraft benötigt, die ich nicht habe.


Ich hoffe mal, es ist halbwegsverständlich und irgendjemand fällt vllt. dazu was ein :)
Danke schonmal im Vorraus!

Mfg
Mulder
Mulder
 

Re: Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Mimi1966 » Di 13. Jan 2015, 22:01

Hallo Mulder,

danke für deine kurze - für mich schon eher längere - Version, die mir doch in Grundzügen bekannt vorkommt. Mein Eindruck ist, dass das Grundprinzip vor allem die "untergründige" sprich unbewußte Eindordnung der Puzzleteile, bzw. Netzwerklinien durchaus in Ansätzen auch bei mir früher vorhanden war. Allerdings scheint mir das bei dir doch wesentliche stärker und zeitintensiver abzulaufen, als ich das in meiner Vergangenheit kenne. Bei mir waren es vor allem Beziehungen und Erfahrungen im Freundeskreis aber auch mein Weltbild, dass sich in ruhigen Minuten als Puzzle zusammengesetzt hat.
Um ehrlich zu sein, hören sich deine Beschreibungen für mich doch schon sehr kritisch an. Dieses "Untergrund-Netzwerk" sollte dich im Alltag eigentlich nicht zu sehr beschäftigen. Du schreibst aber bisher überhaupt nicht, was dich außerhalb deiner Strukturierungen vor einer Wand im sog. "Alltag" beschäftigt.
Ich finde es immer gut, wenn man sich erst mal im Freundeskreis austauscht, was die Leute sagen, die eine Person direkt kennen. Die kennen dann vielleicht auch mehr von deiner Geschichte, wie oben schon erwähnt, und können dir andere Hinweise geben.

Viele Grüße
Michael
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Re: Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Mulder » Di 13. Jan 2015, 23:19

Also es ist nicht so, dass ich irgendwie auffällig bin, in irgendeiner Weise.
Ich komm mit Menschen gut klar, bin prinzipiell sehr selbstbewusst, körperlich hochsensibel bin ich nicht, emotionstechnisch vielleicht eher bedacht, als spontan, aber das kommt immer darauf an, mit wem ich es gerade zutun habe. Was nicht heißt, dass ich nicht Lachen kann oder ähnliches, aber ich lauf auch nicht mit nem Dauergrinsen durch die Welt.

Prinzipiell kann ich mich über mein Leben nicht beschweren, aber das absolute Fehlen von Struktur im Alltag, macht mit mir schon sehr zu schaffen mit der Zeit.
Sprich, das, was unbewusst in mir vorsich geht wechselt ziemlig oft die Sichtweisen und ist dementsprechend schwer mit dieser Welt, meinem Alltag usw. kompatibel zu halten.
Es hält halt nur ein paar Stunden, bzw. maximal bis zum Schlaf.

Was interessen angeht, bin ich offen für alles.
Solang es etwas neues ist, und irgendwie eine Verbindung hat zu anderen Dingen, sei es nur philosophisch, oder weiß was ich was, bin ich an relativ allem interessiert.
Das meiste geht dann aber in Richtung Psychologie, Philosophie und QuantenMechanik/Physik(zumindet vom allgemeinen Verständniss her, und was man daraus Philosophisch leiten kann. Mathematik/Physik als solche sind für mich Böhmische Dörfer U72( ).

Freundeskreis ist halt schwer.
Bzw. ein freundesKREIS exestiert nicht.
Man hat halt ein paar Leute die man als Freunde bezeichnen würde, und halt ein paar "Kumpels".
Es gibt aber auch keinen den ich kenne, mit dem man über solche Themen reden könnte.
Weswegen ich hier mal aufs Forum zurückgreife (Auch wenn ich mit meinem Anfangs-Post vllt. einen "komischen" Eindruck gemacht habe _läch_ . War halt spät.)

Naja, so lustig ist das eigentlich garnicht, weil aus meinem Leben mache ich Momentan garnichts.
Es gibt halt keine KONSTANTE Richtung, geschweige denn ein Ziel, oder gar einen konkreten Plan.
Naja, zumindest kein, den ich aufrecht halten kann.
Und das halt so gut wie alles unbewusst abläuft.
Was mir ansich keine Probleme bereitet, es aber halt viel Energie kostet und mir keine Grundlage bietet für Struktur.
Aber wie gesagt, zum Glück gibt es auch positive Seiten an der Geschichte.

Ratlos, wie es weitergehen soll, bin ich trotzdem.
Es macht ein Phasenweise schon sehr, sehr depressiv.
Es gibt aber auch Phasen, die ich nicht besonders atemberaubend finde, aber ganz gut damit klarkomme und mich nicht nur Energielos und völlig Nutzlos fühle.
Die presenz von Gefühle spielen wie gesagt auch eine Rolle.
Bzw. mein Umfeld ist oft sehr entscheiden, wie ich mich fühle, oder was in mir vorgeht.
Ansich ein wenig fremdbestimmend, wenn mans so sieht.
Aber mir fällts halt auch schwer, da die "Verantwortung abzugeben".
Wenn, dann muss ich das schon selbe auf die Kette kriegen und nicht auf andere angewiesen sein.
Mulder
 

Re: Mein "unbewusstes" "Strukturendenken".

Beitragvon Tiefseepirat » Mi 14. Jan 2015, 15:13

Hai Mulder!

Willkommen hier!
Aus (pers. grade) Zeitgründen empfehle ich Dir hier nur mal ´nen früheren Beitrag von mir:


alles in allem ist´s lernen, oder?

Da geht´s um lernen - verstehen... Vielleicht ergibt es neue Impulse für Dich.
Das Forum hier ist klasse, echt, und ich wünsche Dir hier viel Gutes! Willkommen!

TSPirat sdj9
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