Seid gegrüßt!

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Seid gegrüßt!

Beitragvon Hannah » Mo 8. Feb 2016, 14:47

Ich winke einmal in die Runde – hallo zusammen!

Bin ich wirklich eine HSP? Sicher bin ich mir (noch) nicht. Tests sind für mich ein Weg mit mäßigem Aussagewert. Zum einen sind manche Fragen zu allgemeingültig und die Antworten würden sicherlich auch von „normal“ sensiblen Menschen entsprechend ausfallen. Zum anderen ahne ich bei jeder Antwortmöglichkeit, welche Aussage sie über mich treffen würde und kann mir nie ganz sicher sein, ob ich manipulativ auswähle oder gerade tatsächlich ehrlich mit mir bin. Es ist doch so: würde irgendjemand diesen Test machen, wenn er nicht auf der Suche nach Antworten für sich wäre und wünscht sich nicht jeder eine plausible Antwort für seine Probleme? Und klar wäre es wohltuend, sich damit nicht mehr alleine zu fühlen. Der Mensch ist immer auf der Suche, sich aufgehoben zu fühlen. Dieses Bedürfnis sorgt für eine reiche Zahl an Glaubensgemeinschaften etc. Auch möchte ich nicht zu sehr in eine Richtung driften, mich über die Maße mit mir selbst zu befassen, so dass ich alles eindimensional interpretiere und mir so womöglich eine selbst zusammengeschusterte „Wahrheit“ zurechtlege. Ebenso wenig will ich mich als Opfer darstellen, das händeringend nach einer plausiblen (und möglichst bequemen) Erklärung für die eigenen Unzulänglichkeiten sucht. Ich finde die Grenze zwischen Ausreden glorifizieren und konstruktiver Selbstreflektion ist oftmals schmal. Manchmal ertappt man sich dabei, die Wahrheit doch ein wenig zurechtzurücken, damit sie in das konstruierte Bild passt. Justiert man dann einmal ehrlich nach, war es nur die Angst, sich nicht mit der eigenen Schwäche konfrontiert sehen zu wollen, an der sich arbeiten ließe, wenn man dazu in der Lage wäre, sie sich ungeschönt einzugestehen.

Nun, ich bin aber eigentlich nicht hier, um zu kritisieren. Vielmehr sind das meine aktuellen Gedanken. Ich befasse mich erst seit Kurzem mit dem Thema. Da ich mich jedoch tatsächlich in vielen Beschreibungen hier wiederfinde und nicht damit aufhören kann, darin zu lesen, schiebe ich meine Zweifel beiseite. Erst einmal lesen, nachdenken, austauschen – und nur dann kann ich für mich herausfinden, ob ich einer äußerst hilfreichen Erklärung auf der Spur bin, die mir helfen kann.

Zudem wäre es reichlich unfair, Eure privaten Gedanken zu lesen, ohne mich selbst vorzustellen. Mit meinen zweifelnden und hoffenden Gedanken. Dankbar bin ich allemal, diese Seite und Euch gefunden zu haben. Also, hier bin ich und freue mich darauf, mehr zu erfahren.
Lieben Gruß,
Hannah
Zuletzt geändert von Hannah am Mo 8. Feb 2016, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
Hannah
 

Re: Seid gegrüßt!

Beitragvon Kleeblatt » Mo 8. Feb 2016, 15:10

Hallo Hannah,

herzlich willkommen!
"All animals are equal. But some animals are more equal than others."
George Orwell
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Re: Seid gegrüßt!

Beitragvon Muntje » Mo 8. Feb 2016, 17:58

Hannah hat geschrieben:Vielmehr sind das meine aktuellen Gedanken.

Es sind gute Gedanken, Hannah!

Aus eigener Erfahrung zu Deinen klugen Überlegungen:
Man befasst sich nicht zwangsweise nur mit sich selbst, wenn man seine Sensibilität für sich bejaht. Wenn Du Deiner Linie treu bleibst, die Du in Deinem Post beschrieben hast, werden solche kurzen Gedanken ab und an aufleuchten, helfen und wieder beiseite treten.

Bei mir war es sogar so, dass ich nach dem akzeptieren meiner selbst als sensiblen Charakter [und ich wusste schon immer, dass ich solch einer war, doch Wissen und Akzeptieren sind zwei Worte] die Opferrolle, zu der ich zuvor durchaus neigte, niederringen konnte. Ich habe es durch diese Akzeptanz geschafft, über mich selbst und meine Unzulänglichkeiten zu lächeln. Ich habe gelernt, meine eigenen Sichtweisen zu anderen auf mich selber zu reflektieren. Kleine Fehler, die ich bei anderen liebenswert fand, erlaubte ich mir nun plötzlich auch, was vorher durch Perfektionismus schwerer war.

Und Du hast völlig Recht: Es gibt kein Schwarz und Weiß bei diesem Thema. Es gibt nicht nur Ja und Nein, es gibt jede Menge Vielleicht.

Aber jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben für eine Begrüßung.

Alles Gute

Muntje
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Re: Seid gegrüßt!

Beitragvon reskimus » Mo 8. Feb 2016, 18:13

Muntje hat geschrieben:
Bei mir war es sogar so, dass ich nach dem akzeptieren meiner selbst als sensiblen Charakter [und ich wusste schon immer, dass ich solch einer war, doch Wissen und Akzeptieren sind zwei Worte] die Opferrolle, zu der ich zuvor durchaus neigte, niederringen konnte. Ich habe es durch diese Akzeptanz geschafft, über mich selbst und meine Unzulänglichkeiten zu lächeln. Ich habe gelernt, meine eigenen Sichtweisen zu anderen auf mich selber zu reflektieren. Kleine Fehler, die ich bei anderen liebenswert fand, erlaubte ich mir nun plötzlich auch, was vorher durch Perfektionismus schwerer war.

Und Du hast völlig Recht: Es gibt kein Schwarz und Weiß bei diesem Thema. Es gibt nicht nur Ja und Nein, es gibt jede Menge Vielleicht.

Muntje



ich schließe mich da sehr gerne an diese worte!passt genau!

und ja, herzlich willkommen im forum, hannah!
reskimus
 

Re: Seid gegrüßt!

Beitragvon Hannah » Mo 8. Feb 2016, 18:48

@alle: Herzlichen Dank für die Willkommensgrüße!

@Muntje: Dir im Speziellen ein ebenso herzliches Dankeschön für die ermutigenden Worte und Deine persönliche Stellungnahme. Ich finde übrigens nicht, dass Du zu viel geschrieben hast für eine Begrüßung. Deine Ausführungen geben mir ein gutes Gefühl, mich in diesem Forum offen zu äußern. Und besser kann man wohl kaum begrüßt werden. Ich verstehe auch gut, was Du meinst. Es braucht eine Wegstrecke, bis man sich selbst die gleiche lächelnde Nachsicht* schenkt wie anderen, wenn man sie (an)nimmt, wie sie sind. Ich bin da noch „unterwegs“ …

* Nachsicht ist irgendwie das falsche Wort - ich mag die Eigenschaften der anderen, weil sie dadurch besonders sind. Mir fehlte nur gerade der richtige Ausdruck. Vielleicht lässt es sich einfach so sagen: wenn sie einen dadurch zum Lächeln bringen, dass sie so sind wie sie sind.
Hannah
 



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