Vorstellungen und Anliegen...

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Vorstellungen und Anliegen...

Beitragvon Immanuel89 » Fr 4. Jan 2019, 23:34

Hallo, ich bin Immanuel und bin 29 Jahre alt.
Bin 2017 in der Schweiz in einem Institut für HSP gecoacht worden. Befasse mich seit Mitte 2013 mit dem Thema und bin beruflich unterwegs als Genesungsbegleiter. Dies ist aufgrund eigener Verkennung aus medizinischer Sicht ein Weg gewesen, meinen tiefen Sinn im Leben zu finden. In der Mittler-Rolle befinde ich mich von Kind an und versuchte jegliches zu verbinden und wieder aufbauen. Als Genesungsbegleiter bekomme ich mittlerweile Aufträge von meinen Erfahrungen mit Herausforderungen in meinem Leben zu berichten. Ich merke auch den Unterschied wie es sich heute, im Vergleich zu meiner Schulzeit anfühlte, ein Referat zu halten.

Meine Stärken liegen ganz und gar im persönlichen Austausch, da ich schon Erfahrungen gemacht hatte, dass ich schriftlich unabsichtlich für Missverständnisse sorgte. Dies will ich hier tunlichst vermeiden. Ich komme hier mit einem persönlichen Anliegen, dass es im Kreis Nürnberg dringend ein persönlichen Austausch geben sollte. Hierzu hatte ich mich dann im Internet schlau gemacht. U.a fand ich ein Coach, der jedoch leider keine Gesprächskreise bietet, sondern nur Einzelsitzungen als Coach anbietet. Ich bin gespannt auf Rückmeldungen, falls es solche Erfahrungen bzw. ähnliche Vorstellungen schon vermehrt gibt.

Soweit erst mal zu mir.

Freundliche Grüße Immanuel
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Re: Vorstellungen und Anliegen...

Beitragvon Sonne-über-der-Stadt » Sa 5. Jan 2019, 16:00

Herzlich Willkommen im Forum und auf einen guten Austausch. :-)
Genesungsbegleiter finde ich sehr spannend, ich möchte die Ausbildung ebenfalls machen.
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Re: Vorstellungen und Anliegen...

Beitragvon Immanuel89 » Sa 5. Jan 2019, 23:50

Hallo,

also falls das Interesse wirklich darin liegt sich im Raum Nürnberg wirklich zu treffen, wäre ich sehr interessiert. Wie ich schon erwähnt hatte, ist das eher meine Art auf Leute zu zu gehen, ich bevorzuge eher die persönliche Art. Ich betreibe, so könnte man es nennen eine Art von Street-Work mit dem Thema Hochsensibilität. Durch den Bereich EX IN Genesungsbegleiter bin ich schon sehr viel in Austausch gekommen und über mehrere spannende Projekte gestoßen, die ich mit den verschiedensten Einrichtungen, Schulen und UNI’s machen darf. Das einzige was dies etwas langsam voran schreiten lässt, ist meine Art, die Menschen auf der Straße aufzusuchen. So läuft meine Art von Netzwerk-Arbeit, was letztlich vielleicht sicherer aber auch schwieriger sein mag. Es ist mit Risiko verbunden, jedoch merke ich immer mehr was für ein Sinn mir und anderen das alles gibt und wie viel Zeit ich darin investiere. Mittlerweile hat sich auch mein Privat-Leben verändert, sodass ich, was diese Arbeit betrifft, nur noch etwas eingeschränkter agieren kann. Meine Beziehung ist mir wichtig. Falls sich jedoch ein paar Leute finden, denen es ebenso geht, bitte ich euch, mir zu schreiben.

Durch den EX IN Bereich komme ich auch an Trialoge verschiedenster Art. Trialoge werden mittlerweile veranstaltet um hinter die Kulissen von Ursachen und Wirkungen unseres heutigen Sozial-Psychiatrischem System zu schauen. Wie oft und lang sollen Hochsensible Menschen aus Sicht der Schulmedizin verkannt werden. Ich selbst musste durch diese Mühle, wofür ich jedoch heute Danke sagen kann, aufgrund diesem Erfahrungswert. Doch wir sind und bleiben alle fehlerhaft. Die Frage ist, wie stark schauen gerade Hochsensible Menschen auf mögliche Ursachen und erkennen etwas daraus, weil sie komplexer denken und detaillierte Zusammenhänge auf andersartige Weise durchdenken und reflektieren. Meine Krisenzeit in der ich viel nach Antworten unterwegs war, hatten mich letztlich stark gemacht. Dieses Thema erklang schon öfters in meinen Ohren, was es heißt, Herausforderungen anzunehmen, seine Komfortzone zu verlassen. Mein Coach aus der Schweiz gab darüber ein Vortrag in Ulm, der mir bis heute noch in den Ohren liegt. Ein Arzt aus Bad-Grönenbach schätzt zahlen bis zu 50% aller psychiatrisch behandelnden Patienten als hochsensibel ein. Ich will damit nicht sagen, dass das Sozial-psychiatrische System und die Schulmedizin keine Hilfe seien. Ärzte, Therapeuten, Fachpfleger sind notwendig, die Frage ist aber eher wie reflektiert sind sie mit sich? Kann ich mich ganz auf meinen Arzt verlassen? In wie weit gebe ich an Eigen-Verantwortung ab? Vielleicht ist aber selbst das ein Weg um zu neuem Bewusstsein zu gelangen. Welche Weltsicht, eigen-Ansicht haben Sie, welche emotionale Muttersprache sprechen Sie? Ich tendiere immer mehr dazu als Dolmetscher zwischen Betroffenen und Fachpersonen zu übersetzen, wie ein Vortrag von mir an der UNI-Augsburg beinhaltete.

Bei Trialogen kommen Menschen mit bestimmten Merkmalen, die sie aus ihrer eigenen Erfahrung und Ansicht mitteilen. In der heutigen Gesellschaft gibt aus meiner Erfahrung und dem Erleben wirklich Klassen-Gesellschaften. Aber sind wir nicht schon viel weiter in unserer Zeitrechnung? Haben wir ein Bewertungssystem noch nötig? Die Mehrheit und die Minderheit wird es immer geben und haben beide ihre Berechtigung.

Ein Zitat aus dem Film „Coach Carter“ beschreibt das so schön. Aber das führt jetzt zu weit, denke ich. Je mehr ich schreibe, desto mehr werde ich unruhiger.

Vielen Dank fürs melden.
Grüße
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Re: Vorstellungen und Anliegen...

Beitragvon Sonne-über-der-Stadt » So 6. Jan 2019, 10:27

Ui! Das sind wirklich viele Themen, die Du hier ansprichst, dabei ist das ja hier nur die "Vorstellungsrunde". ;-)
Würde gerne weiterdiskutieren, vielleicht ergeben sich ja neue Threads oder ein alter, an dem man weiterdiskutieren kann. Bin in NRW, Nürnberg also nicht meine Region.
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Re: Vorstellungen und Anliegen...

Beitragvon Immanuel89 » Sa 16. Feb 2019, 16:14

Hallo.
Okay, verstehe schon.

Wenn ich einmal anfang zu schreiben, merke ich diesen Drang. Also kurz zu mir.

Aktuell bin ich beruflich dabei im sozial-psychiatrischen System ein neuen Baustein weiter zu entwickeln. Mit dieser Art auch an Schulen zu gehen und Projekte durch zu führen. Als Genesungsbegleiter habe ich diese Möglichkeit. Diese Projekte beziehen sich auf Anti-Stigma-Arbeit.

Ich bin von Grundberuf Hauswirtschafter. Habe einige Jahre in der Pflege gearbeitet und bin jetzt als Genesungsbegleiter tätig, um aus der Sicht der eigenen gescheiterten Erfahrung als hochsensibler Mensch die Pflege zu unterstützen. Seit ich mich im Pflegebereich ausbilden ließ, kam ich in einen Leistungsdruck, dem ich nicht mehr ausweichen konnte, außer abzubrechen. Doch der tiefe Sinn, den ich schon immer nach ging bestand darin, für Menschen tätig zu werden.

Vielleicht kann das jemand nachvollziehen?!
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