gewaltfreie kommunikation

Was gibt es neues und interessantes? Diskussionen zum Ursprung von Hochsensibilität!

Moderatoren: Hortensie, Eule, jules1976

Re: gewaltfreie kommunikation

Beitragvon silverlady » So 1. Apr 2018, 18:00

Hallo,

neu bei GFK:

„Systemisches Konsensieren“

http://www.smarterlife.de/index.php/imp ... imitstart=

LG
silverlady
Neuling
 
Beiträge: 24
Registriert: So 29. Okt 2017, 12:45

Re: gewaltfreie kommunikation

Beitragvon Seestern » Mi 4. Apr 2018, 17:37

@silverlady
Der Kontext interessiert mich. Was genau ist neu und was hat es mit deinem Link zu tun?
Seestern
Neuling
 
Beiträge: 41
Registriert: Sa 24. Mär 2018, 18:13
Wohnort: Bruges

Re: gewaltfreie kommunikation

Beitragvon silverlady » Mo 9. Apr 2018, 14:09

@Seestern
hab das „Systemisches Konsensieren“ (für mich war es neu), bei einem GFK-Seminar kennengelernt.

Finde das System ganz sinnvoll, für meine persönlichen Entscheidungen oder auch bei der Gruppenorganisation.
Den Weblink habe ich zugefügt, da ich es dort am besten erklärt fand.
Wie geht es Dir damit?
silverlady
Neuling
 
Beiträge: 24
Registriert: So 29. Okt 2017, 12:45

Re: gewaltfreie kommunikation

Beitragvon sol » Sa 5. Jan 2019, 19:09

Mohnblume hat geschrieben:Wie es geht - eine kurze Übung (...)Für die folgende kurze Übung denken Sie jetzt bitte an eine Situation, die Sie kürzlich erlebt haben in der Sie sich über jemand aufgeregt oder geärgert haben. Während Sie diese Erfahrung im Sinn behalten, gehen Sie bitte durch die folgenden Schritte:

Trennen Sie Ihre Beobachtung von Ihrer Bewertung.
Beschreiben Sie bitte den Sachverhalt, das, was faktisch wirklich geschehen ist, anstatt sich auf eine Interpretation dessen, was passiert ist zu beziehen. Der Sachverhalt ist das, was eine Videokamera aufgezeichnet hätte.
Fragen Sie sich: „Was habe ich gesehen oder gehört? Was genau ist geschehen?"
Beispiel: „Du liebst mich nicht mehr!" <> „Du küsst mich nicht mehr, wenn du nach Hause kommst."
Im ersten Satz ist eine Interpretation oder Bewertung ausgedrückt. Wann immer Sie emotional reagieren, treten Sie einen Schritt zurück und werden Sie sich darüber bewusst. Wir gewinnen viel Kraft aus der Einsicht wie sehr unsere Reaktionen nicht aus den tatsächlichen Gegebenheiten resultieren, sondern auf Deutungen beruhen. Das wiederum kann uns ermöglichen unsere Muster, aus denen heraus wir auf andere reagieren zu verändern.

Finden Sie Ihre Gefühle heraus.
Fragen Sie sich: „Was fühle ich gerade?" Und wenn Sie sich darüber klar werden verwenden Sie bitte eine Sprache in der Sie nur die Gefühle ausdrücken für die Sie verantwortlich sind und vermeiden Sie Worte, die Sie zum Opfer machen. Beispielsweise können Sie froh sein, ärgerlich, ängstlich, einsam oder traurig. Vermeiden Sie Worte, die eine andere Person brauchen, die macht, dass Sie sich in einer bestimmten Weise fühlen. Sie können sich nicht von sich selbst angegriffen, missbraucht oder verletzt fühlen. Emotional ist das eine Reaktion auf eine andere Person. Vermeiden Sie beispielsweise Worte wie: verlassen, manipuliert, missverstanden, zurückgewiesen, nicht unterstützt. Wenn Sie derartige Worte verwenden, während Sie versuchen Ihre Gefühle heraus zu finden geben Sie anderen Menschen Macht über diese Gefühle. Gemäß dem geistigen Gesetz der Resonanz investieren wir damit in eine Tendenz, weiterhin genau solche Menschen anzuziehen, die diese Gefühle hervorrufen.

Finden Sie heraus, was Sie jetzt brauchen.
Fragen Sie sich: „Was brauche ich in dieser Situation? Welche Bedürfnisse sind gerade unerfüllt?" Sie hätten keine so starken Gefühle, wenn alle Ihre Bedürfnisse erfüllt wären. Finden Sie Ihre wirklich wichtigen Anliegen heraus.
Beispiel: „Ich brauche mehr Verbundenheit und Austausch. Ich habe keine engen Freunde - ich möchte Menschen finden zu denen ich Beziehungen aufbauen kann.

Äußern Sie eine Bitte, keine „frommen Wünsche" und keine Forderungen.
Verwenden Sie eine konkrete, positive, handlungsorientierte Sprache, wenn Sie etwas erbitten. Sie können niemanden bitten, sich geliebt zu fühlen, das liegt jenseits der Möglichkeiten eines anderen Menschen. Allerdings können Sie einen anderen Menschen bitten mit Ihnen ins Kino zu gehen. Bitten Sie um das, was Sie möchten, nicht um das, was Sie nicht möchten. Wenn andere eine Forderung von uns hören sehen sie meistens nur zwei Möglichkeiten: Sich zu unterwerfen oder zu rebellieren.
Woher wissen Sie, ob es eine Forderung oder eine Bitte ist? Beobachten Sie wie der Sprecher regiert, wenn der Bitte nicht entsprochen wird. Es war eine Forderung, wenn der Sprecher dann kritisiert, verurteilt oder beschuldigt. Es war eine Bitte, wenn der Sprecher dann Empathie zeigt für die Bedürfnisse der anderen Person.

Diese vier Schritte sind in allen Situationen hilfreich, aber sie sind besonders wirksam wenn wir einen Konflikt haben.

Treten Sie einen Schritt zurück und entscheiden Sie sich für bewusste Kommunikation:

1. Was nehme ich wahr?
2. Wie fühle ich mich?
3. Bestimmen Sie, was Sie brauchen.
4. Äußern Sie eine Bitte.


Ich bin sehr für gewaltfreie Kommunikation, gerade für uns HSP.

Dass es diese aber selten gibt in Wort, Tonfall, Mimik und Gestik denke ich auch.

Vor allem bei unterschiedlichen Vorstellungen von Gewalt.

Konkret, was mache ich, wenn mein Gegenüber eine Opferhaltung einnimmt?

Konkrete Situation: Ich hatte bei einem Besuch angekündigt, dass mir aus gesundheitlichen Gründen nur ein kurzes Treffen von 1 Stunde möglich sei. Das würde auch akzeptiert.

Aber nicht mehr, als die Besuchszeit vorbei war. Ich blieb sachlich und ging.

Am nächsten Tag ein Anruf, wegen mir sei nachts der Notarzt nötig gewesen, da meine Unart, so früh zu gehen, einen emotionalen Kollaps verursacht habe.

Ich habe diesen Vorwurf von mir gewiesen und heute kaum noch Kontakt zu dieser Person.

Aber nun zur gewaltfreien Kommunikation:

Rein emotionsfrei (kaum möglich, aber hier mal versucht) habe ich es trotzdem mit Anschuldigungen zu tun, oder?

Emotional bin ich ärgerlich bis wütend (obwohl ich es mir sehr verbeißen muss, mich nicht selber als Opfer zu fühlen.:-) )

Was brauche ich?

Ich brauche eine gewaltfreie Kommunikation.

Was ist meine Bitte?

Bitte mach mich nicht für deinen Kollaps verantwortlich.

Diese Bitte wurde mir als Gewalt damals ausgelegt.

Und nu?

Ich habe diese unmögliche Kommunikation beendet.

Aber am Ende fühlten beide Seiten sich misshandelt.

Das spricht ganz und gar nicht gegen gewaltfreie Kommunikation, denn sie entlastet und bereichert sicherlich meistens enorm, aber es zeigt ihre Grenzen auf.

Auch wenn ich damit sicherlich schneller unmögliche Kommunikation erkennen und beenden kann.

Das Beenden ist aber dann wichtig, sonst liegt alle Gewalt darin auf mir.

Von meinem iPhone gesendet
„There‘s a crack in everything, that’s how the light gets in.“ Leonard Cohen
sol
Neuling
 
Beiträge: 46
Registriert: So 30. Dez 2018, 17:31

Vorherige


Ähnliche Beiträge


Zurück zu Wissenschaft und Forschung

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron