hochsensible Verdauungsorgane

Was gibt es neues und interessantes? Diskussionen zum Ursprung von Hochsensibilität!

Moderatoren: Hortensie, Eule, jules1976

hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon slapstickliebe80 » Fr 5. Aug 2016, 12:59

wenn es sowas wie hochsensible, hochempfindliche Verdauungsorgane gibt, was könnte dazu die passenden Ernährungsmöglichkeiten sein ? lg
slapstickliebe80
Neuling
 
Beiträge: 24
Registriert: Mi 3. Aug 2016, 12:09

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon Seelenheim » Fr 5. Aug 2016, 13:40

..da gibts ein paar Threads in die Richtung.
Z.B. "Wirkung und Wahrnehmung von Lebensmitteln" oder
11590502nx46300/hochsensibilitaet-allgemein-f8/psychische-reaktion-auf-nahrungsmittel-t8546.html#p170067

Auf jeden Fall finde ich auch, dass der Körper ganz allgemein, Verdauungssystem eingeschlossen, genauso sensibel ist wie der Rest von mir. Rantasten an die Bedürfnisse, suchen, lesen, probieren...
Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.
Seelenheim
 

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon NaturFreundin » Fr 5. Aug 2016, 14:03

Ich habe auch den Eindruck, dass meine Verdauungsorgane (vielmehr der Darm) relativ sensibel auf Veränderungen in der Ernährung reagiert und manche Lebensmittel besser verträgt, als andere, ohne dass ich eine Intoleranz o.ä. habe.

Er meldet sich im Übrigen sehr(!) zeitnah auf Veränderungen bzw. Dinge, die ihm nicht gefallen. Und es braucht oft ein paar Tage, bis er wieder "im Lot" ist. Echt erstaunlich.

Ich habe die HS-Ernährungs-Themen nicht gelesen (weil es mich nicht sooo interessiert), aber ich glaube, eine pauschale Antwort zu geben ist schwer. Jeder ist ja individuell, und es spielen ja auch Ernährungsgewohnheiten, organische Faktoren, Lebensumstände etc. mit rein.

Das Wichtigste ist meines Erachtens gut auf seinen Körper zu achten, hinzufühlen, hineinzuhorchen und wahrzunehmen, wie es den Verdauungsorganen geht, zu reflektieren, und im Zweifelsfall auch einfach auszuprobieren. Anregungen gibt es in den "Ernährungs-Threads" bzw. im Internet vermutlich genug.

Alles gute, dir und deinem Körper :-)
NaturFreundin
 

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon Erdbert » Mi 30. Jan 2019, 12:06

hi!

viele zivilisationskrankheiten basieren auf ungesunder ernährung oder industrieller fertigung.

heute beziehen sich immer mehr schulmediziner wieder zurück auf uralte naturheilverfahren und die The Cina Study. im TV gibt es auch einige sendungen mit schulmedizinern, die kranken mit diesen alten erkenntnissen helfen. manches wird also als neu verkauft, ist aber geine ganz alte geschichte.

ich habe mit blutegeltherapie, intervallfasten und etwas ernährungsumstellung gelenkprobleme in den griff bekommen.
Erdbert
Neuling
 
Beiträge: 33
Registriert: Di 29. Jan 2019, 20:42

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon Raspberry » Fr 19. Apr 2019, 13:48

Ich könnte den Eindruck haben, immer empfindlicher auf Nahrung zu reagieren. Ich denke aber, es liegt an den Zusatzstoffen, die benutzt werden, weil sie so billig sind. Offensichtlich reagiere ich oft auf Mengen, die für die Mehrheit als unbedenklich gelten. Trotzdem halte ich meinen Darm für ziemlich robust.
Raspberry
Neuling
 
Beiträge: 19
Registriert: Di 14. Aug 2018, 12:50

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mo 29. Apr 2019, 21:58

Kleiner Tipp:

Um gewisse Sensibilitäten oder Unverträglichkeiten festzustellen, empfiehlt sich ein Ernährungsprotokoll:
Zwei Wochen lang täglich aufschreiben, was man isst und trinkt und jeweils mit „sehr gut verträglich“ (grün) oder „sehr unverträglich“ (rot) oder neutral (gelb) markieren.
Anhand der rot markierten Nahrungsmittel kann man dann vielleicht schon Zusammenhänge erkennen. Und das dann ggf. auch mit dem Arzt besprechen. - Dieser wird dann je nach Ausgangslage auch eine professionelle Ernährungsberatung empfehlen. Kosten dafür können von der Krankenkasse bei medizinischer Notwendigkeit bezuschusst werden.
Benutzeravatar
Anima (Lufthauch)
Hero Member
 
Beiträge: 921
Registriert: Do 27. Apr 2017, 21:05

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon DesdiNova87 » Di 30. Apr 2019, 00:54

Ein Ernährungstagebuch ist sicher ein guter Anfang. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu beitragen, dass Lebensmittel oft erst verzögert für Beschwerden sorgen, das kann die Identifikation der nicht-bekömmlichen Speisen ziemlich erschweren (z.B. kann ein unverträgliches Mittagessen erst nach dem Abendessen Beschwerden hervorrufen, aufgrund der zeitlichen Verschiebung ist man geneigt das Abendessen verantwortlich zu machen etc.).

Bei mir wurde damals eine Fruktosemalabsorbtion festgestellt, mittels H2-Atemtest beim Gastroenterologen. Ich war eigentlich zu dem Test gegangen, weil ich der Überzeugung war, eine Laktoseintoleranz zu haben. Der H2-Atemtest hat dann aber nicht nach dem Trinken der Laktoselösung angeschlagen, sondern nach dem Trinken der Fruktoselösung. Das war für mich eine Riesenüberraschung, machte im nachhinein aber Sinn.

So hatte ich z.B. an einem Tag Obstsalat mit Quark gegessen und hatte ein paar Stunden danach Beschwerden. Ich dachte dann der Quark wäre daran schuld, aber es waren Apfel und Birne mit ihrem hohen Fruchtzucker und Sorbitanteil zu der Zeit für mich unverträglich.

Nach überstandener Karenzzeit (in der ich mich fast wie ein Asket ernähren musste - kein Obst, nur wenige Gemüsesorten, keine Soßen außer Mehlschwitze usw.) hat sich das heute einigermaßen gelegt. Mit sehr viel Zucker kommt mein Darm immer noch nicht gut klar, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie damals.

Wenn ernsthafte Probleme bestehen, kann ich nur dazu raten, nicht aufzugeben bis die Ursache geklärt ist. Ich habe einige Ärzte hinter mir lassen müssen, die meine Verdauungsprobleme auf das "Reizdarm-Syndrom" oder psychische Probleme (Stress an der Uni, Nervösität) geschoben haben. Also zum Spezialisten (Gastroenterologen) gehen, und die Sachen Schritt für Schritt abklären ist meine Empfehlung.

LG DesdiNova87
Benutzeravatar
DesdiNova87
Gold Member
 
Beiträge: 397
Registriert: Di 6. Jun 2017, 22:45

Re: hochsensible Verdauungsorgane

Beitragvon songbird86 » Mi 1. Mai 2019, 11:51

Ein Ernährungstagebuch kann ich auch nur empfehlen.

Ich habe einfach nach "Morgens", "Mittags", "Abends" usw aufgeschrieben, was ich gegessen habe und in einer Spalte daneben dann, wann die Beschwerden aufgetreten sind. Und dazu dann am Ende des Tages ein Daumen hoch oder runter als Gesamtfazit. _grin_ Denn ich wusste ja noch nicht, von welchem Lebensmittel die Beschwerden kamen. Aber wenn es dann öfter vorkommt und immer wieder ein bestimmtes Lebensmittel dabei ist, kann man den Übeltäter langsam finden.

Ich weiß nicht, was für Unverträglichkeiten ich offiziell habe, aber bei mir ist das teilweise echt bekloppt. Das habe ich durch ein Tagebuch herausgefunden:
- Aubergine -> Lippenbrennen
- Bestimmte süße Apfelsorten und Himbeeren -> Nasejucken-/laufen
- Honig-/Cantaloupe-Melone -> Erkältungssymptome und Halsschmerzen
- Kokosöl/-creme (das zum Backen/Braten) -> extreme Übelkeit
- Tomaten (aus der Dose oder als Mark) -> Sodbrennen und Herzrasen
- Spinat -> Darmkrämpfe
- Teriyakisauce -> Migräne
- Weißbrot, Nudeln -> Sodbrennen und Herzrasen, deshalb nehme ich zum Kochen gerne Nudeln aus Erbsen, Linsen, Mais- oder Reis...
- Zu kurz gegangener Hefeteig -> Herzrasen (aber - wenn ich ihn min. 4 Std gehen lasse, habe ich das nicht :) )

Ich bin seit 2005 Vegetarier und ernähre mich überwiegend vegan. Wenn ich mich aber strikt vegan ernähre und zusätzlich Käse weglasse, geht es mir allgemein besser.
Benutzeravatar
songbird86
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 66
Registriert: Sa 23. Feb 2019, 20:57



Ähnliche Beiträge


Zurück zu Wissenschaft und Forschung

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron