soziale Kompetenz

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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Fr 29. Mär 2019, 23:12

Ups, sorry, Lampe, Missverständnis:

der Diktator-Film (kennst du den?) und das Zitat hatten nichts miteinander zu tun!! - Außer C. C. als meine Assoziation.
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Lampe » Fr 29. Mär 2019, 23:16

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:Ups, sorry, Lampe, Missverständnis:

der Diktator-Film (kennst du den?) und das Zitat hatten nichts miteinander zu tun!! - Außer C. C. als meine Assoziation.


Ja, den Diktator-Film von Charlie Chaplin kenne ich. Das Zitat war doch aber auch vom Charlie?

Hm, vielleicht sollte man meinen letzten Beitrag hier im Faden/Strang/Thread einfach ignorieren. Ist ja auch nicht so wichtig.

LG

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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Fr 29. Mär 2019, 23:48

Lampe hat geschrieben:Das Zitat war doch aber auch vom Charlie?

„Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das Leben!“

Ja, das Zitat ist auch von Charlie Chaplin, war der Abschluss einer Rede von ihm anlässlich seines 70. Geburtstags, soviel ich weiß.

Für mich bedeutet es, dass wir eben keine Angst voreinander zu haben brauchen, da innere und äußere Konflikte zum Leben dazu gehören und dass es unbedingt sinnvoll ist, sie wahrzuhaben und mit ihnen in Kontakt zu treten, statt sie aus Angst vor Disharmonie und Dissonanz zu verdrängen und zu verleugnen. - Eben auch das beinhaltet soziale Kompetenz für mich (siehe eingangs ein Teil der Definition: Konfliktfähigkeit.)

Und ja: gerade aus Unterschiedlichem kann eben Neues erwachsen im Gegensatz zu (diktatorischer) Gleichmacherei.
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Lampe » Sa 30. Mär 2019, 05:44

@Anima, ah, jetzt habe ich das Zitat von Charlie Chaplin verstanden, lag das vielleicht an den 3 Bier, die ich gestern Abend getrunken habe?

Ja, Deine Interpretation des Zitats trifft es.

Guten Morgen übrigens, @all.
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 30. Mär 2019, 09:55

Hi Lampe,

ich habe schon des Öfteren festgestellt, dass Zitate Probleme machen:

Entweder findet sich sofort ein anderes, und zwar völlig gegensätzliches.
Oder es versteht kein Mensch außer man selbst.
Oder die Berühmtheit, die’s gesagt haben soll, hat es ganz anders gemeint als man selbst.
Oder es ist aus einem Zusammenhang gerissen, der zum Verständnis aber dazugehören würde.
Oder es gibt so viele Interpretationsmöglichkeiten wie Sand am Meer.


Deshalb verwende ich sie eher selten und sag lieber in meinen eigenen Worten, was ich meine.
Aber na ja, um Dinge abzukürzen, riskiere ich es manchmal. - Mit ungewissem Ausgang, wie man sieht. Und abgekürzt ist es dann doch nicht. _pff_

Schätze, es ist in solchen Fällen sozial kompetent, einfach mal nachzufragen. – Danke dir! :-)

LG
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon fee » So 31. Mär 2019, 00:09

Hallo zusammen,

ich hab etwas gebraucht, um mich hier einzubringen. Ich muss hier zurück zu Seite 1 einsteigen, obwohl ihr schon weiter fortgeschritten seid. Musste paar Tage nachdenken ;) insbesondere zu
Golbin hat geschrieben:ich stelle mir noch eine weitere Frage: Wie viel soziale Kompetenz ist sinnvoll einzusetzen?

Ich gehe dabei bewusst von einer einfachen Defition aus: Soziale Kompetenz ist das Handeln in Sinne einer Gemeinschaft.

Ich habe dabie folgende Szenarien im Kopf:
- Wenn alle im Sinne der Gruppe handeln, gibt es keinen Individualismus mehr. DIe Gruppe lenkt. Ich denke dabei an die Borg auf Raumschiff Enterprise. Ich sehe die Gefahr der Absorption. Außerdem fehlt ein Antrieb, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse immer zurückstelle.
- Wenn einige nach s.K. handeln und sich zurückstellen, andere nicht, ergibt sich ein Ungleichgewicht. Das führt früher oder später zu Spannungen, sowohl in deR Gruppe als auch im Individuum.
- Handel ich nie nach s.K., werde ich als Egoist gesehen oder härter noch als soziales Schwein.

Was ist aber der richtige Grad der sozialen Kompetenz?
möchte ich ins Thema einsteigen.

Die Borg handeln ja gesteuert durch die Dronenkönigin und sind zum Teil mechanisch also mit künstlicher Intelligenz versehen. Darum ist es ja nicht die Gruppe, die lenkt im dem Sinne und damit, wie ich finde eben keine s.K. Viel eher sehe ich hier den Bezug zur Schwarmintteligenz (http://lydiapintscher.de/uni/schwarmintelligenz.pdf). Die Definitionserklärung bei Wikipedia gefällt mir nicht.

Warum ich mit Schwarmintelligenz um die Ecke komme, liegt daran, dass ich im Kontext s.K. durch ein Uniprojekt zum Thema Schwarmintelligenz(kürze ich mit Si ab) die s.K. manchmal vermisst habe. Wir sollten Si performativ erforschen. Ein Schwarm funktioniert ja so, dass quasi jeder auf jeden achtet und keiner sich wirklich in den Vordergrund drängt auch wenn jeder mal Leader und Follower ist. Eigentlich wechselt dies ja stets und ständig. In in dem Moment, in dem x Leader ist wird x auch sofort wieder zum Follower und beispielsweise y gerade für einen Moment Leader. Tatsächlich war es so, dass bei unserem Projekt manche sich immer wieder in den Vordergrund drängen mussten und so der Schwarm gescheitert ist. Ich finde, das in diesem Moment dieser Person es an s.K. mangelt, da sie durch das Erfüllen ihres Bedürfnisses, die Spitze (länger als nötig) zu bilden den Schwarm und damit die Gruppe im Stich ließ.

Allgemein finde ich, dass jedes Individuum auch individuell seinen Bedürfnissen entsprechend handeln kann und sollte. Jedoch nicht ohne die Umwelt damit zu belasten. Also ich meine damit, nur weil ich mitten in der Nacht das Bedürfnis habe, laut Musik zu hören, kann ich es nicht machen, weil ich damit meine Nachbarn störe. Das heißt ja nicht, dass ich aufs Musikhören verzichten müsste.

Ich für mich finde s.K. kurz und knapp definiert mit: Handeln im Wohle der Gruppe/ Allgemeinheit ohne sich Selbst und seine Inidvidualität aufzugeben.

Das mal in Kürze zu vielen Gedanken der letzten Tage :)




Nachtrag 31.3.19, 11:03:
Der Link zur Definition hat nix mit meinem beschriebenen Uniprojekt zutun. Ich habe nur ausgedruckte Textdefinitionen und fand den gelinkten gestern dazu. Also zwischen der Autorin und mir besteht kein Bezug weiter.
Zuletzt geändert von fee am So 31. Mär 2019, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
und mein Leben ist sehrwohl ein Ponyhof...
... kann ich ja nix dafür, wenn das da draußen nicht wahrgenommen wird.
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Lampe » So 31. Mär 2019, 05:56

Hi,

was mir zu @Golbin einfällt ist Folgendes:

Sich im Sinne einer Gemeinschaft zu verhalten ist nicht zwangsläufig mit der Aufgabe des Individualismus verbunden (das hatte Golbin behauptet). Es kommt ganz darauf an, wie viele Freiheiten die jeweilige Gemeinschaft bzw. der jeweilige Staat ihren Mitgliedern gewährt. In totalitären Staaten, egal ob nun rechts- oder linksextrem ausgerichtet, ist das Ausüben von individueller Freiheit weitaus weniger oder gar nicht offiziell möglich als in demokratischen Staaten wie dem unsrigen. Manche würden sogar behaupten, dass in unserer westlichen Gesellschaft der Individualismus zu stark ausgeprägt ist und der Gemeinschaftssinn darunter leidet.

Ich gebe @fee Recht, wenn fee feststellt, dass die Borg sich nicht selbst lenken, also keine so genannte Schwarmintelligenz haben oder sind, weil sie ja eine Anführerin (die Borg-Königin) haben, die alle Borg kontrolliert.

Viele Grüße

Lampe
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Anima (Lufthauch) » So 31. Mär 2019, 21:32

Hallo zusammen,

danke, fee, für den Gedanken der Schwarmintelligenz und den interessanten Link! :-)

fee hat geschrieben:Tatsächlich war es so, dass bei unserem Projekt manche sich immer wieder in den Vordergrund drängen mussten und so der Schwarm gescheitert ist. Ich finde, das in diesem Moment dieser Person es an s.K. mangelt, da sie durch das Erfüllen ihres Bedürfnisses, die Spitze (länger als nötig) zu bilden den Schwarm und damit die Gruppe im Stich ließ.

*seufz* - Du hast recht, wahrscheinlich unterscheidet das einen Menschen-Schwarm von der „sozial intelligenten“ Ameisenkolonie icon_winkle :
manche Menschen müssen leider auch auf falschen Wegen allzu deftige Pheromone absetzen, und das Ende vom Lied ist, die Schwarmmitglieder rennen dann womöglich in diese falsche, d. h. dem Schwarm gänzlich abträgliche, Richtung ...

Und: es gibt auch Belege, wie Schwarmintelligenz in Schwarmdummheit umkippen kann, nämlich sobald Menschen ihre eigene Meinung/Entscheidung zu sehr oder zu schnell am sozialen Konsens/Einfluss orientieren. Das finde ich auch ganz schön interessant.

("How social influence can undermine the wisdom of crowd effect":
https://www.pnas.org/content/early/2011 ... de4cbd8bdf)

fee hat geschrieben:Ich für mich finde s.K. kurz und knapp definiert mit: Handeln im Wohle der Gruppe/ Allgemeinheit ohne sich Selbst und seine Inidvidualität aufzugeben.

Ich finde es sogar gar nicht mal so selten, dass es auf längere Sicht den Bedürfnissen des Selbsts und der Individualität sogar geradezu entgegenkommen könnte, wenn man zuerst zum Wohle der Gruppe handelt statt nur zum eigenen kurzfristigen Vorteil.

Dieser Gedanke von Fräulein (von der 1. Seite) schwirrt mir nämlich dazu auch immer noch im Kopf rum:

Fräulein hat geschrieben:Für mich stellt die soziale Kompetenz keine Kunst dar, sondern eine notwendige Fähigkeit, die das Überleben einer Gemeinschaft sichert. Das sind erstmal ganz grundlegende Fähigkeiten die beherrscht werden müssen.


Schönen Abend! :-)
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