soziale Kompetenz

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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Wyllt » Mi 23. Okt 2019, 18:45

Lylia hat geschrieben:
Fräulein hat geschrieben:Für mich stellt die soziale Kompetenz keine Kunst dar, sondern eine notwendige Fähigkeit, die das Überleben einer Gemeinschaft sichert. Das sind erstmal ganz grundlegende Fähigkeiten die beherrscht werden müssen. In der Hochsensibilität sehe ich keine gesteigerte Form, die das Überleben in der Gemeinschaft sichert.


Der Beitrag gefällt mir sehr gut, eine erfrischend und bodenständige klare Meinung ohne viel Blablabla und Tamtam. Zumal soziale Kompetenz gerade heute und im Web jemanden sehr schnell abgesprochen wird, wenn man z.b eine Meinung vertritt die der derortige Mainstream nicht vertritt. Es ist nämlich sehr subjektiv wie man andere Menschen und ihre Aussagen interpretiert und wahrnimmt. Unbewusste Trigger und Projeziererei die man bei anderen Menschen erlebt oder auch auslöst, sorgen schnell für Missverständnisse, Ablehnung oder Misstrauen bis hin zu Anti-Sympathie.


Alles einen guten Abend!

Sozial kompetent wäre aber auch, mit genau diesen alltäglichen Dingen selbstbewusst umzugehen. Wer zu seinen Meinungen steht (und diese begründen kann oder könnte), hat auch kein Problem. Im RL kann man beweisen, dass man sozial kompetent ist, im Internet kann jeder alles behaupten. Viel wichtiger wäre mir nicht das Internet, sondern der direkte Kontakt, denn direkter Kontakt hinsichtlich sozialer Kompetenz ist viel schwieriger als zack-zack online. Man ist auch nicht angewiesen auf den Onlinekontakt zu wildfremden Menschen, im Alltag im Real Life dagegen umso mehr.

Lylia hat geschrieben:Ich finde soziale Kompetenz auch wichtig, aber dafür müsste erst mal genauer definiert werden was der Einzelne so darunter versteht.


Hier halte ich mich lieber an die allgemeine Definition, wie sie z.B. bei Wikipedia steht und auch irgendwo angesprochen wurde denn wenn jeder seine eigene Definition macht, wird mMn viel zu schnell aneinander vorbeigeredet. Außerdem ist Soziale Kompetenz auch herkunfts- und so kulturabhängig. Die einen machen alles für ihre Familie, aber interessieren sich nicht für Menschen außerhalb, usw. usf..
Meine persönliche Meinung zu sozialer Kompetenz ist: je höher die Empathie, desto einfacher und besser ausgeprägt ist die Sozialkompetenz. (Damit meine ich nicht die Empathische Erschöpfungsstörung, die so oft mit echter Empathie verwechselt wird.)
Lylia hat geschrieben:Der Beitrag gefällt mir sehr gut, eine erfrischend und bodenständige klare Meinung ohne viel Blablabla und Tamtam.

Und die anderen Beiträge sind nicht bodenständig, weil komplexer als nur eine knappe private Meinung? Also, mir gefällt das ganze differenzierte TamTam und BlaBla hier, falls du das meinst... Fräuleins Beitrag ist eine eigene Meinung - das ist mMn auch etwas, was den Leuten heute regelrecht mainstreammäßig antrainiert wird: Hauptsache eigene Meinung raus (egal ob differenziert oder nicht), dann wirkt man stark, selbstbewusst und kompetent, egal welcher Inhalt. Besonders im Netz. icon_winkle

"BlaBla und TamTam" klingt irgendwie so abwertend und ablehnend. Schriebst du nicht oben, dass du Ablehnung im Internet nicht magst? Nurwarum machst du es dann selber? Oder sind das einfach nur coole jungendsprachliche = bodenständige Ausdrücke für das Geschriebene der Mitmenschen hier?_nüxweiss_
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 26. Okt 2019, 09:42

Hey Lylia,
biste neuerdings mit diesem flotten Schlitten unterwegs? :-)

Lylia hat geschrieben:Ich finde soziale Kompetenz auch wichtig, aber dafür müsste erst mal genauer definiert werden was der Einzelne so darunter versteht.

Puh, dazu hatten wir uns ja in diesem Strang tatsächlich gaaanz schön abgemüht.
Aber hier noch mal eine mögliche Kurz-Definition (ohne Tamtam und Blabla icon_winkle ):
soziale Kompetenz = Kombination aus Konfliktfähigkeit + Kooperationsbereitschaft.

Lylia hat geschrieben: Zumal soziale Kompetenz gerade heute und im Web jemanden sehr schnell abgesprochen wird, wenn man z.b eine Meinung vertritt die der derortige Mainstream nicht vertritt.


Das finde ich auch eine relevante Frage:
Wie kann man sich ‚sozial kompetent‘ in Gruppen verhalten, in denen die eigenen Meinungen von der vorherrschenden Gruppenmeinung abweichen? - Klappe halten oder sich aufregen oder …...?

Lylia hat geschrieben:Es ist nämlich sehr subjektiv wie man andere Menschen und ihre Aussagen interpretiert und wahrnimmt. Unbewusste Trigger und Projeziererei die man bei anderen Menschen erlebt oder auch auslöst, sorgen schnell für Missverständnisse, Ablehnung oder Misstrauen bis hin zu Anti-Sympathie.

Das stimmt allerdings: sowohl auf Sender- als auch auf Empfänger-Seite kann ganz schön viel schiefgehen, was dann die Kommunikation häufig verkompliziert. – Das ist manchmal echt zum Haare-Raufen!! _gruebel_
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Re: soziale Kompetenz

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 26. Okt 2019, 09:49

Hallo Wyllt,

Wyllt hat geschrieben:Ist sozial inkompetentes Verhalten = asoziales Verhalten oder noch etwas anderes?

Wie siehst du das denn?
Ich würde mal eine Steigerung in sozial destruktiven/unverträglichen Verhaltensweisen sehen, etwa so:

sozial inkompetent -> asozial -> antisozial

Wyllt hat geschrieben:Sozial kompetent wäre aber auch, mit genau diesen alltäglichen Dingen selbstbewusst umzugehen. Wer zu seinen Meinungen steht (und diese begründen kann oder könnte), hat auch kein Problem.

Das wäre schön, würde ich jetzt aber für ein Gerücht halten. – Dabei kommen dann doch zu häufig die von Lylia oben genannten Konfusionsmechanismen ins Spiel: z. B. auch dass Meinungen zu einer Sache doch persönlich genommen werden, sobald diese von der eigenen Meinung abweichen. Vernünftige Begründungen hin oder her, es gibt dann leider, leider trotzdem oft (unnötige) Probleme.

Wyllt hat geschrieben:Im RL kann man beweisen, dass man sozial kompetent ist, im Internet kann jeder alles behaupten. Viel wichtiger wäre mir nicht das Internet, sondern der direkte Kontakt, denn direkter Kontakt hinsichtlich sozialer Kompetenz ist viel schwieriger als zack-zack online.

Das stimmt, behaupten kann man viel, im Internet (aber natürlich auch im RL).
Tatsächlich lassen sich mMn aber durchaus auch im schriftlichen Austausch sehr gut soziale Kompetenz- oder Inkompetenz-Linien beobachten. – Ich finde das nicht so viel schwieriger zu erkennen als im RL (und ist genauso interessant und kann bisweilen genauso Spaß machen icon_winkle ).
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