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Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2020, 17:11
von DesdiNova87
Da muss ich spontan an Joanne K. Rowling denken, die hat doch zumindest die Harry Potter-Bücher größtenteils im Café sitzend geschrieben. So ist man unter Leuten.

Ja, die Kombination die du anstrebst hört sich gut an. Nur gibt es kaum noch diese "einfachen" Jobs. Inzwischen wird in so ziemlich jedem Job einiges gefordert, möchte ich meinen, da die ganz einfachen Dinge eben von Maschinen erledigt werden können, zu geringeren Kosten und ohne menschliche Bedürfnisse, wie Schlaf, Krankheitszeoten etc..

Ich würde jetzt spontan noch an einen Job mit Pflanzen oder Bäumen denken (Gärtnerei, oder vlt beim Förster im Wald), dass ist sicher auch anspruchsvoll, aber da könnte ich mir vorstellen das man da den Kopf schön frei bekommt.

LG DesdiNova87

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: So 26. Jan 2020, 20:22
von NaidRaida
lark236 hat geschrieben: [...] Zudem ist die Zusammenarbeit im Team von einer sehr nüchternen und kalten Atmosphäre geprägt- Späße, persönliche Worte und Interesse am Kollegen sind sehr selten. Mich als sensiblen Menschen belastet das sehr. Ich fühle mich nicht wohl. [...]


Hallo lark236! _klp_

Ich habe den, wie ich finde, entscheidenden Teil deines Beitrags mal hervorgehoben. Ich hatte auch schon Jobs, bei denen ich mich nicht wohl gefühlt habe. Es passte irgendwie nicht. Es war garnichtmal das fachliche, wo es mangelte, sondern insbesondere die Atmosphäre (Stichwort: Betriebsblindheit). Die Atmosphäre in einem Unternehmen zu beeinflussen oder gar zu ändern (je nach Größe des Unternehmens), ist in der Regel ein aussichtsloses Unterfangen und erfordert mentale Härte. Deinen Äußerungen zufolge besitzt du diese mentale Härte nicht, ansonsten würde dich die Atmosphäre auch nicht derart beeinflussen und es würden auch keine Kompensationseffekte eintreten nachdem die Arbeit bereits beendet ist. Betriebe mit schlechter Stimmung gibt es zuhauf, bei erkennen eines solchen würde ich einen Bogen drum machen, falls möglich. Darüber in einem Betrieb zu sprechen, kann nützlich sein, eher wahrscheinlich ist der gegenteilige Effekt. Mit Sicherheit gibt es viele Menschen die daraus Nutzen ziehen würden, zu deinem Nachteil. Ich sehe mittel- und langfristig nur eine Lösung: Einen Jobwechsel. Deiner Beschreibung zufolge würdest du dich sonst vermutlich zu sehr aufreiben. Meiner Erfahrung nach lohnt es nicht, sich krumm zu machen ohne einen Gegenwert. Der Gegenwert sollte aber mehr sein als nur ein simples Gehalt. Von Brot allein wird kein Mensch glücklich, und wenn doch, verzichte ich besser auf diesen Typ Mensch bzw. auf derart ausgerichtete Unternehmen. Ich wünsch dir Glück!

Herzliche Grüße

- NaidRaida

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: So 2. Feb 2020, 13:11
von lark236
Hallo, ich habe die letzten Tage gar nicht vorbeigeschaut und jetzt erst gesehen, dass Ihr weiter geschrieben habt.

@houdini: es tut mir leid, dass es bei dir auch nicht so passt. Das Gefühl, wenn man schon lange und / oder fest im Berufsleben steht, wie ein Lehrling oder Praktikant dazustehen, ist unangenehm und schrecklich lähmend. Vieles ist davon vielleicht selbst verstärkt, aber ich denke, man kann schon auch Anzeichen ernstnehmen und ein Stück weit seinem Eindruck vertrauen. Es macht einfach einen Unterschied, ob ich mich als neuer Mitarbeiter auch mit Fehlern und Langsamem Tempo als ganzer Mensch angenommen fühle, oder eben auch nicht. Meine Einarbeitung war von Anfang an extrem schnell, mit viel Druck, mit extremer Kontrolle, ganz unnötigem Stress und vor allem wenig Vertrauen. Bei mir führte das zu unverhältnismäßig vielen Fehlern, die auch wirklich - egal wie klein, manchmal nur ein Komma oder ein Buchstabe, nicht ein einziges Mal unentdeckt und unkommentiert blieben (dank strengster Kontrolle). Das führte zu Angst, Unbehagen, noch mehr Druck, Konzentrationsschwierigkeiten und einer angespannten Atmosphäre. Meiner Meinung nach ist das ein Zustand, den jeder Arbeitgeber konsequent von Anfang an vermeiden muss. Ich arbeite 5Tage Vollzeit und trotzdem kämpfe ich jedesmal nach den freien Tagen wieder von vorne - wären es weniger Tage würde ich es sicher gar nicht mehr schaffen.
Und was soll ich jetzt tun? Es ansprechen ist für mich einfach keine Lösung. Denn was soll es bringen im Endeffekt um etwas zu bitten, was Chef/Kollegen schon vorher nicht zu geben bereit oder fähig waren, nämlich Geduld, Zeit, Fürsorge, Nachsichtigkeit, Toleranz, evtl. Wiederholen von Gelerntem, etwas Bestärkung oder Lob, Verständnis usw. Ich finde, ich mache mich damit bei einem extrem erwartenden Arbeitgeber nur noch uninteressanter, weil ich zu viel Mühe mache. Und dieses Gefühl wäre für mich noch schlimmer als all das, was ich die letzten Monate innerlich durchgefochten habe. Mein Entschluss steht ebenfalls, die Suche geht weiter.

@NaidRaida: ich finde deine Worte toll. Ich habe es weiterhin beobachtet - all die gemeinsamen Mahlzeiten, die fast immer schweigend verbracht werden. Die wenigen Phrasen, die man - wenn überhaupt - unter den Kollegen austauscht. Gehe ich in andere Bereiche, wird wenig gelacht, es wirkt grundsätzlich alles immer sehr emsig, aber auch sehr angestrengt. Und es erzeugt immer noch täglich Unbehagen bei mir. Wie auch schon der obere Punkt mit Leistung und Fehlern, hat mich die Atmosphäre bisher nicht überzeugt, so dass es nur dazu beiträgt, mich schweren Herzens nach etwas anderem umzusehen. Danke dir für deine Grüße und Wünsche.

@DesdiNova87: Danke dir. Ich arbeite immer noch an der Balance, das war ein guter Hinweis - ich denke, im aktuellen Job, wird es aber leider nicht klappen.

Euch allen einen möglichst leichten, angenehmen Tag. Alles LIebe.

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: Mo 3. Feb 2020, 13:45
von houdini
Hallo lark236 und vielen Dank!
Ja ich war echt froh, dieses Forum gefunden zu haben. Und deine Geschichte war echt ein Augenöffner, dass man nicht allein ist bzw.
dass man eben nicht so unfähig ist, wie man selber manchmal glaubt.

Ich denke, es nützt alles nicht - wenn das Umfeld nicht stimmt und einen nur Stresst, wird man niemals glücklich werden.
Bei mir hat es sich von selbst erledigt, da ich wegen einen Bandscheibenvorfall krank bin und gekündigt wurde. Aber auch sonst hätte es nicht auf dauer gepasst.

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: So 1. Mär 2020, 00:14
von Evelyne84
Hallo Zusammen,

ich erkenne mich da total wieder und es beruhigt mich ein wenig nicht allein damit zu sein.

Ich war knapp 4 Jahre in Elternzeit und arbeite seit Januar an 4 Tagen Halbzeit. Ich habe mir die Arbeit leichter vorgestellt aber möchte den Ablauf gerne erlernen und die Zusammenhänge verstehen. Jedoch habe ich eine Kollegin bei mir sitzen mit der ich überhaupt nicht klar komme und ich ständig patzige Antworten bekomme und dieses Verhalten blockiert mich in meinem ganzen Handeln & Tun. Ich werde total eingeschüchtert dadurch und bin nicht ich selbst. Ich zweifele an mir und meinen Leistungen und überlege fast täglich mit was neues zu suchen. Dann denke ich wieder das ich damit übertreibe und mich zusammen reißen muss, aber generell gehe ich nicht gerne morgens zur Arbeit und komme auch nicht erfüllt davon nach Hause.
Ich hadere mit mir wie ich weiter vorgehen soll. Es zieht mich runter und meine Gedanken kreisen ständig um die Arbeit.

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: So 1. Mär 2020, 00:14
von Evelyne84
Hallo Zusammen,

ich erkenne mich da total wieder und es beruhigt mich ein wenig nicht allein damit zu sein.

Ich war knapp 4 Jahre in Elternzeit und arbeite seit Januar an 4 Tagen Halbzeit. Ich habe mir die Arbeit leichter vorgestellt aber möchte den Ablauf gerne erlernen und die Zusammenhänge verstehen. Jedoch habe ich eine Kollegin bei mir sitzen mit der ich überhaupt nicht klar komme und ich ständig patzige Antworten bekomme und dieses Verhalten blockiert mich in meinem ganzen Handeln & Tun. Ich werde total eingeschüchtert dadurch und bin nicht ich selbst. Ich zweifele an mir und meinen Leistungen und überlege fast täglich mit was neues zu suchen. Dann denke ich wieder das ich damit übertreibe und mich zusammen reißen muss, aber generell gehe ich nicht gerne morgens zur Arbeit und komme auch nicht erfüllt davon nach Hause.
Ich hadere mit mir wie ich weiter vorgehen soll. Es zieht mich runter und meine Gedanken kreisen ständig um die Arbeit.

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: So 1. Mär 2020, 00:14
von Evelyne84
Hallo Zusammen,

ich erkenne mich da total wieder und es beruhigt mich ein wenig nicht allein damit zu sein.

Ich war knapp 4 Jahre in Elternzeit und arbeite seit Januar an 4 Tagen Halbzeit. Ich habe mir die Arbeit leichter vorgestellt aber möchte den Ablauf gerne erlernen und die Zusammenhänge verstehen. Jedoch habe ich eine Kollegin bei mir sitzen mit der ich überhaupt nicht klar komme und ich ständig patzige Antworten bekomme und dieses Verhalten blockiert mich in meinem ganzen Handeln & Tun. Ich werde total eingeschüchtert dadurch und bin nicht ich selbst. Ich zweifele an mir und meinen Leistungen und überlege fast täglich mit was neues zu suchen. Dann denke ich wieder das ich damit übertreibe und mich zusammen reißen muss, aber generell gehe ich nicht gerne morgens zur Arbeit und komme auch nicht erfüllt davon nach Hause.
Ich hadere mit mir wie ich weiter vorgehen soll. Es zieht mich runter und meine Gedanken kreisen ständig um die Arbeit.

Re: Rat gesucht - Herausforderungen im Job.

BeitragVerfasst: So 1. Mär 2020, 00:14
von Evelyne84
Hallo Zusammen,

ich erkenne mich da total wieder und es beruhigt mich ein wenig nicht allein damit zu sein.

Ich war knapp 4 Jahre in Elternzeit und arbeite seit Januar an 4 Tagen Halbzeit. Ich habe mir die Arbeit leichter vorgestellt aber möchte den Ablauf gerne erlernen und die Zusammenhänge verstehen. Jedoch habe ich eine Kollegin bei mir sitzen mit der ich überhaupt nicht klar komme und ich ständig patzige Antworten bekomme und dieses Verhalten blockiert mich in meinem ganzen Handeln & Tun. Ich werde total eingeschüchtert dadurch und bin nicht ich selbst. Ich zweifele an mir und meinen Leistungen und überlege fast täglich mit was neues zu suchen. Dann denke ich wieder das ich damit übertreibe und mich zusammen reißen muss, aber generell gehe ich nicht gerne morgens zur Arbeit und komme auch nicht erfüllt davon nach Hause.
Ich hadere mit mir wie ich weiter vorgehen soll. Es zieht mich runter und meine Gedanken kreisen ständig um die Arbeit.