Seite 4 von 5

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Di 11. Feb 2020, 15:03
von jonnie
... und nun kommen wir zum Ende der Geschichte.

Ich habe mich gründlich verrannt. Allein die Tatsache das ich hier zwei mal betrunken geschrieben habe hätte mich eigentlich sofort stoppen müssen.
Doch im Nachhinein betrachtet war bereits alles klar.
Dieses Wort "Hochsensibel" hat mich stark verwirrt. Tag um Tag habe ich mich damit auseinandergesetzt. Doch letztendlich ist es für mich doch nur ein Wort.
Da ich nun weis das ich nicht alleine und nicht verrückt bin, bedeutet ja nicht das die Welt sich plötzlich anders dreht.

Eigentlich gibt es nichts zu ändern (Velvet). Ich habe mir mein Leben so eingerichtet das es für mich erträglich ist. Mehr kann ich nicht erwarten.

Ich habe in den letzten 2 Monaten angefangen rumzujammern (Source). Das gehört nicht zu mir. Ich war immer Problemlöser, nicht Produzierer.

Manches hätte ich gerne auch einfach gar nicht. Ist aber so. Habe ich. Hilft nix (Iwie). Hab ich eigentlich vor langer Zeit schon geregelt. Habs nur nicht gemerkt. Danke Iwie.

Wie selbstverständlich kann Hochsensibilität auch eine Bereicherung für andere sein (Source und Iwie). Dazu kann ich nur demütig ja sagen.

Und wie hätte ich mich gerne (Anima)? Ganz einfach zu beantworten. Ist egal. Liegt nicht im meiner Hand. Der Löwenanteil meines Lebens ist bereits Vergangenheit. Und da ich davon ausgehe das ich nur dieses eine Leben habe, sitze ich den Rest einfach aus. -Schk_

Und nun zum Fazit:
...bin ich so wie ich bin? JAA !!!
Anlage und Erziehung/Umfeld bedingen sich wechselseitig. (irgendwas aus der Erziehungslehre)
Ich habe meinem Leben einen erträglichen Rahmen gegeben. Was will ich mehr?
Die Frage nach Sinn und Zweck, Berufung, Auftrag usw lass ich an dieser Stelle mal fliegen.
Und somit... ist nun Schluss.

Ausserdem ist das hier schon fast n Blog geworden. Dabei sind wir doch in der Vorstellungsrunde.

Eins noch am Rande. Es sind oft die Begriffe "ich" und "mich" gefallen. Für mich ganz schrecklich. Fast schmerzhaft.

Und nun sei Euch allen gedankt.
jonnie

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Di 11. Feb 2020, 21:46
von Evelyne84
Hallo Zusammen,

es tut gut zu lesen das mit dem ANDERS fühlen!
Mir geht es so mein gefühlt ganzes Leben und irgendwie bin ich immer auf der Suche nach irgendwas
und komme immer wieder an ein Punkt nicht mich selbst gerecht zu werden und suchend umher zu schwirren.
Das Gefühl des Anderssein kann ich nur als Fluch beschreiben.
Ich habe zwei kleine Kinder und merke das ich Ihnen kaum noch eine feste Richtung vorgeben kann. Ich funktioniere nur noch, aber ich lebe nicht und bin nicht glücklich. Ich hoffe hier ein bisschen klarer sehen zu können.

Ich sehne mich danach glücklich und zufrieden zu leben.

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Di 11. Feb 2020, 22:06
von Anima (Lufthauch)
Hallo jonnie,

meine angestaubten Lehrer haben mir übrigens seinerzeit auch beigebracht, dass es sich doch gehört, auf gestellte Fragen zu antworten. Will ich nun zum Ende (?) also doch noch gerne nachholen.
jonnie hat geschrieben:Anscheinend beschäftigt dich der Threadtitel.
Ich weiß ziemlich genau wie ich bin. Das heisst nicht das es mir gefällt. Und du?

Also wie das bei mir ist? – Ich bilde mir ein, mir über mich selbst auch einigermaßen im Klaren zu sein.
Der Selbst-Zweifel ist dabei übrigens mein laaaangjähriger Freund, auch wenn er ein ziemlich mäkeliger Kerl ist, und auch wenn er ja allgemein keinen allzu guten Ruf genießt. Aber sein Gegenspieler ist der Selbst-Betrug, und den finde ich bei weitem schlimmer als diesen Nörgelkopp (bei mir und schon auch bei anderen).

Möglicherweise gibt es einen Unterschied zwischen dem Selbst-Erkennen von „Ich bin-dies-und-das“ und der Selbst-Konstruktion von „Ich bin-dies-und-das“? – Ja, ich vermute, das ist so.

In diesem Sinne:
jonnie hat geschrieben:Eins noch am Rande. Es sind oft die Begriffe "ich" und "mich" gefallen. Für mich ganz schrecklich. Fast schmerzhaft.

Ja, das kommt mir auch sehr bekannt vor.

Insofern: eine Illusion (ich) grüßt eine andere Illusion (dich). icon_winkle

A.

P. S. Willkommen Evelyne! :-)

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Mi 12. Feb 2020, 00:20
von jonnie
Hallo Evelyne84,

Anderssein ist ja nicht gleich was schlechtes. In wirklichkeit sind doch alle den Unikaten, dem Aussergewöhnlichen, Kuriosen, Freakigen usw auf der Spur.
Es gibt Freaks die Zaubern können.
Nur bin ich bestimmt nicht der Richtige Tipgeber.
Aber schön das du da bist.
Ich freu mich.

Sei gegrüßt
jonnie

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Mi 12. Feb 2020, 00:38
von jonnie
Hallo Anima,

bitte erlaube mir den Ausspruch. Du bist ein Schatz.
Auch ich war, und bin es nun wieder, mit mir im Großen und Ganzen im Reinen.
Hätte nur nicht gedacht das mich sowas wie die Bezeichnung dessen was mich ausmacht, so verwirrt.
Meine Selbstzweifel der letzten Monate sind ja hier nachzulesen. Selbstbetrug ist mein Bruder.

Danke für deine Antwort. Damit hast du noch eine gut bei mir.
Und Ende ist nicht gleich das Ende. Nur dieses Rumgeheule ist beendet.

Es grüßt
jonnie

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Mi 12. Feb 2020, 07:49
von Velvet
Hallo jonnie,

jonnie hat geschrieben:Hallo Velvet,

auch du hast mir mit deinen Worten eine unruhige Nacht beschert.
Ich danke dir. Auch du hast mir sehr geholfen.
Erklärung kommt.

Sei gegrüßt
jonnie


oh, das war nicht meine Absicht, dir eine unruhige Nacht zu beschehren. Aber gut, wenn es dir helfen konnte :)

Deiner Erklärung entnehme ich, dass du auch ein Mensch bist, der schwer um Hilfe bitten kann und sich eher schämt dafür, auch mal bedürftig und schwach zu sein= "rumzujammern". Etwas von sich selbst (meinst du das mit den vielen "ich" und "mich"?) preiszugeben (überhaupt von sch selbst etwas zu erzählen und sich wichtig zu nehmen), was vielleicht nicht nach dem starken, helfenden und den Überblick bewahrenden jonnie aussieht.

Ich kann mir gut vorstellen (und weiß es auch aus persönlichen Kontakten), dass es für einen Mann nochmal viel schwerer und nachhaltiger von Bedeutung ist, sich seiner großen Sensibilität bewusst zu werden und versuchen zu müssen, sie anzunehmen und zu integrieren. Weil. sie ist ja nun mal da und mit dem Verleugnen der sensiblen Seiten verleugnet man ja auch viele Anteile seiner selbst. Auf Dauer funktioniert das nicht und macht in vielen Fällen unglücklich und auch krank. Da finde ich es nicht verwunderlich, dass dich erstmal das große Jammern und Hadern überkommen hat. Eher mutig und stark, dass du es hier mit-geteilt hast. Es haben doch alle ein Recht auf "Jammern", das ist keine Frauendomäne, auch, wenn es oft so aussieht :D

Viele Grüße
Velvet

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Mi 12. Feb 2020, 21:33
von jonnie
Hi Velvet,

das gibt ein Tränchen ins Auge. In das lachende natürlich.
Ausserdem wird schlafen überbewertet.

Viele liebe Grüße U72(
jonnie

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2020, 07:53
von Velvet
jonnie hat geschrieben:Hi Velvet,

das gibt ein Tränchen ins Auge. In das lachende natürlich.
Ausserdem wird schlafen überbewertet.

Viele liebe Grüße U72(
jonnie


Ahhhja...?! ;)

...Schlaf ist mein Heiligtum :)

Viele Grüße
Velvet

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2020, 10:47
von IrgendwieAnders
Vielen Dank, ich habe nur mitgelesen und für mich persönlich einiges rausgeholt, erkannt dass nicht nur ich im Jammermodus bin/war.Danke Jonnie für deine Worte. Ich bin derzeit sehr am hadern, möchte am liebsten dieses Sensibelsein abschalten....
Für mich ist der Schlaf auch mein Heiligtum- da hört endlich der Informationsfluß auf...
Schönen Tag für euch!

Re: ... bin ich so wie ich bin?

BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2020, 19:41
von jonnie
Hi Velvet,

klarer ausgedrückt.
Du hast mir ein Tränchen ins Auge gezaubert. Manomanoman! Ist doch ganz einfach. icon_winkle