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Hiermit stelle ich mich vor.

BeitragVerfasst: So 19. Jan 2020, 07:49
von Yangole
Hallo liebe Comunity,

ich bin Yannic, 20 Jahre alt und stehe kurz vor meinem Fachabitur.

Ein Freund sagte mir, dass ich nach seiner Auffassung kein Empath sei, sondern Hochsensibel. Mit der Definition beschädige ich mich jetzt seit fast zwei Wochen, in denen ich herausgefunden habe, wer HSP sind und habe mir ein Buch ausgeliehen, welches das Leben einer HSP in meinen Augen sehr treffend wiedergibt.
Ich wusste, dass Tief in mir etwas schlummert, eine Eigenschaft, die mich von den Meisten in meinem Umfeld unterscheidet. Ich bin mit dem Buch fertig und sehr erstaunt, wie sehr mich der Inhalt angezogen hat und auch weshalb. Mir ist klar geworden, warum ich so oft aneckte. Zum Glück befinde ich mich zur Zeit in einer sehr positiv geprägten Phase und konnte mich im Bereich Hochsensibilität weiterbilden.
Ich freue mich hier zu sein und bin schon gespannt, wie es in den verschiedenen Themen so aussieht. Auch werde ich, wenn mich etwas sehr beschäftigt, froh sein, dies hier ansprechen zu können und die Reaktionen anderer HSP zu lesen.

Ich freue mich schon :)

Re: Hiermit stelle ich mich vor.

BeitragVerfasst: So 19. Jan 2020, 18:22
von Hundefreundin
Hallo Yannic,

Willkommen hier!
Ich bin auch noch nicht solange hier und von meiner Hochsensibilität weiß ich kaum länger ....


Yangole hat geschrieben:
Ich wusste, dass Tief in mir etwas schlummert, eine Eigenschaft, die mich von den Meisten in meinem Umfeld unterscheidet. Ich bin mit dem Buch fertig und sehr erstaunt, wie sehr mich der Inhalt angezogen hat und auch weshalb. Mir ist klar geworden, warum ich so oft aneckte.

[/quote]

... und diese Sätze kann ich genauso unterschreiben! _yessa_

Ich freu mich für dich, das du so früh die Erkenntnis hast - ich bin ein paar Tage älter als du, habe mein überwiegendes Leben damit verbracht in die Tiefe zu bohren, viel gelernt, erfahren und erlebt, aber die "Diagnose" HSP hat innerhalb der letzten Wochen noch viele unerklärte Lücken gefüllt und ich bin so froh, endlich zu wissen, warum manche Dinge so sind wie sind bzw. waren _10_

Lass von dir hören :-)

Re: Hiermit stelle ich mich vor.

BeitragVerfasst: So 19. Jan 2020, 18:23
von Hundefreundin
Sorry, hab meine "Unterschrift" vergessen

Hundefreundin grüßt

Re: Hiermit stelle ich mich vor.

BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2020, 15:43
von Yangole
Hi und vielen Dank für deine Antwort :)
Ja das Leben als HSP ist weder leicht, noch ist es etwas, dass ich 'verwünschen' wollen würde. Es ist sehr wechselhaft. Es gibt gute und schlechte Momente. Ich will auf keinen Fall ein Schubladendenken in diesem Bereich fördern, jedoch eckt man als HS-Mann oftmals in vielen Situationen an. Man unterdrückt die Gefühle die am überkochen sind, wenn man z.B. einen Film mit Bekannten sieht, in welchem es sehr traurig zugeht. Ich weiß nicht, wie sich das Leben als HS-Frau anfühlt, aber ich habe schon oft von anderen gehört, dass Frauen in Trauer und Männer in Wut ausbrechen und das alles andere "falsch" wäre. So dürften Männer keine Trauer zeigen und Frauen nicht vor wut überkochen. Das sind dann die Momente in denen ich mich gerne zurückziehe, bevor ich diese von mir erwartete Wut raus lasse. Mit anderen HSP ist es leichter sich in seiner Umgebung zu öffnen. Ich beschäftige mich bspw. eher mit anderen HSP und Menschen, die nicht der absolute durchschnitt sind. Hier wäre wieder die Frage, was man als durchschnitt betrachtet. Ich gehe eben weniger auf Menschen ein, die selbst nicht über den Tellerrand schauen wollen. Viele erwarten von mir, dass ich schneller werde, nicht so viel nachdenke oder mir ein "Weib kläre" und das sind immer so Momente, wo ich „zu mache“ oder innerlich kurz vorm ausflippen bin. Mittlerweile kann ich das aus einer anderen Perspektive betrachten. Menschen die diese Erwartungen an mich knüpfen, kann ich oftmals dabei beobachten, wie sie sehr oft vor eine Wand laufen, ohne es zu merken. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und es ist gut zu wissen, dass man selbst, sowie andere HSP, die Gabe hat, zu reflektieren und in allem auch die positiven Aspekte sehen zu können. Der Knackpunkt ist, diese Fähigkeit wahrzunehmen und sie zu akzeptieren. Zu wissen, dass das Leben nur so ist, wie man es betrachtet.

Mfg Yannic à Yangole ;)

Re: Hiermit stelle ich mich vor.

BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2020, 23:57
von NaidRaida
Hallo Yangole! Was du schreibst, klingt wohlvertraut. Also Prost erstmal! _bia_

Re: Hiermit stelle ich mich vor.

BeitragVerfasst: So 9. Feb 2020, 12:06
von IrgendwieAnders
Hallo Yangole!In deinem Beitrag finde ich mich wieder. Mitmenschen haben die Erwartung, dass ich so und so reagiere. Aber das entspricht nicht meinem Ich, ich gehe auf Rückzug. Ich kenne, die Wut, die du beschreibst . Die, in mir aufkocht und erst durchs viele Gehen, abklingt. Ich kenne, die Trauer, die mir den Atem nimmt. Ich kenne das Lachen, das tief aus meinem Innersten auftaucht und bei anderen auf Unverständnis stößt...
Ich gratuliere dir,dass du diesen Perspektivenwechsel so wie du in beschreibst,vollziehen kannst.Ich kann das (noch) nicht so gut. Ich nehme es (noch) pesönlich, wenn jemand meine -für ihn unangebrachten Emotionen- kritisert oder belacht. Aber ich arbeite daran....Schön, dass du hier bist!